Es ist schon ein Klassiker, das Deutsch-Italienische Weinfest auf dem Neustädter Festplatz. Am kommenden Freitag und am Samstag sind alle Liebhaber von italienischem Flair, südländischen Speisen und Musik aus Bella Italia von 18 bis 24 Uhr dazu eingeladen.
Wie Wolfgang Ell, Vorsitzender von Neustadts toskanischer Partnerstadt Montespertoli gegenüber unserer Zeitung erklärte, kommen in diesem Jahr 16 Personen über den Brenner an die Aisch. Zwar ist Bürgermeister Alessio Mugnaini verhindert, dafür aber Alessandra de Toffuli, die für Partnerschaften zuständige Stadträtin dabei. Mit von der Partie ist ihr „Kollege“ Giuseppe Statello, der Vorsitzende der „Amici di Neustadt“, der Freunde von Neustadt.
Es ist ein bisschen wie immer, aber doch nicht so ganz. Um 18 Uhr wird wie üblich die Porchetta – das toskanisch zubereitete Schwein – durch Bürgermeister Klaus Meier, de Toffuli sowie Ell und Statello in der Metzgerbude „angestochen“ – noch vor dem Weinfass. Ehrengäste erwartet man auch: der Uffenheimer Partnerverein von Pratovecchio Stia kommt mit einer Abordnung, so Ell.
Der Antipasti-Teller lockt wieder, ebenso die saftigen Melonenstücke mit Schinken und der Caprese-Salat – Tomaten und Mozzarella. Am Freitag gibt es zusätzlich Salate und am Samstag Doraden und auch einen Pizza-Stand einheimischer Anbieter. Ein Spezifikum ist stets der Wein. Normalerweise traf man sich immer am Kalterer See, um verschiedene Sorten zu testen.
Heuer sparte man sich das einmal, ließ sich aber verschiedene Muster schicken. Das Ergebnis bei Rotwein: Man orderte 70 Kartons herben Chianti (Majano) und sogar 90 Kartons leichten Chianti (Muriano). Vom Weißwein kaufte man die Traube Fermentino ein, insgesamt 35 Kartons und zusätzlich 40 Kartons Rosato. Da ein Karton sechs Flaschen umfasst, ergibt das zusammen 1410 Flaschen Wein.
Laut Ell wird es an beiden Tagen voraussichtlich um die 30 Grad warm sein und es bleibt trocken. Wenn’s stimmt, kann gut zur Musik von Roberto und Giorgio getanzt werden. Dahinter verbergen sich der Musiklehrer Robert Puritscher und der Italiener Giorgio Camese.
Auch ein Kaffeemobil engagierten die Freunde von Montespertoli wieder, heuer bewirten dies die Mitarbeiter des Museumscafés. Nicht zuletzt kam Ell auf das Helferteam zu sprechen. Zwar haben die Freunde von Montespertoli rund 200 Mitglieder, jedoch seien viele davon schon älter und nicht alle haben immer Zeit. So habe man auch externe Kräfte engagiert. Die Koordination sei nicht ganz so einfach gewesen, aber nun könne man das Fest mit vereinten Kräften stemmen.
Zwar gebe es immer danach ein Helferessen, aber das sieht Ell nur als Geste. Denn die Leistung und die Bereitschaft, unentgeltlich viele Menschen zu bewirten, sei beachtlich, würdigt Ell das Engagement. Apropos Zahl: Wie viele Mitglieder dem Verein Amici di Neustadt angehören, weiß man nicht genau, da dort alle Partnerkommunen unter einer großen Organisation zusammengefasst sind. Etwa 40 waren es bei der Gründung Anfang der 1980er Jahre, erinnert sich Ell.
Vielleicht kommen heuer noch mehr Gäste, denn an der Fußgängerbrücke über die Aisch wirbt erstmals ein großes Transparent für das Deutsch-Italienische Weinfest.