Der Vorverkauf startet am Sonntag: Das plant das Weinturm-Team für die 47. Auflage | FLZ.de

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Veröffentlicht am 28.02.2026 08:06

Der Vorverkauf startet am Sonntag: Das plant das Weinturm-Team für die 47. Auflage

Gute Musik, entspannte Atmosphäre und ein großes Miteinander. Dafür ist das Weinturm Open Air auf dem Bad Windsheimer Plateau bekannt. (Foto: Johannes Zimmermann)
Gute Musik, entspannte Atmosphäre und ein großes Miteinander. Dafür ist das Weinturm Open Air auf dem Bad Windsheimer Plateau bekannt. (Foto: Johannes Zimmermann)
Gute Musik, entspannte Atmosphäre und ein großes Miteinander. Dafür ist das Weinturm Open Air auf dem Bad Windsheimer Plateau bekannt. (Foto: Johannes Zimmermann)

Vom 7. bis 9. August geht das Bad Windsheimer Weinturm Open Air in seine 47. Auflage. Auch heuer soll es wieder eine bunte Mischung aus guter Musik, Entspannungsmöglichkeiten und einem friedlichen Miteinander geben. Der Vorverkauf für die Wochenendtickets startet am Sonntag um 14 Uhr. Dann stehen 2900 frische Karten bereit.

79 Euro wird das Wochenendticket kosten, die Tageskarten werden erst später verfügbar sein. „Generell ist das für Festivals noch günstig”, sagt Sprecher Martin Bauer, der auch der Vorsitzende des Jugend- und Kultur-Fördervereins Bad Windsheim ist, dem Veranstalter des Open-Airs. Dem Organisationsteam ist soziale Teilhabe wichtig, jede und jeder sollte aufs Weinturm können, auch wenn der Geldbeutel gerade nicht so gut gefüllt ist. Entsprechend wird es wieder Soli-Tickets geben.

Das Prinzip: Wer es sich leisten kann, zahlt 20 Euro mehr, diese Mehreinnahmen werden wiederum dafür genutzt, um Tickets für jene Menschen, die knapper bei Kasse sind, 20 Euro günstiger anbieten zu können. Ein großes Solidaritätsprinzip. Martin Bauer ist beeindruckt, wie gut das in den Vorjahren funktioniert hat. „Es werden jedes Jahr ein paar mehr Solitickets.” Genau das zeige auch, „dass das Publikum untereinander eine Gemeinschaft bildet, die sich gegenseitig stärkt”.

Frühe Käufe bringen Planungssicherheit

In der Vergangenheit haben die Stammgäste des Weinturm Open Airs sich stets frühzeitig mit Karten eingedeckt. „Dafür sind wir dankbar”, betont Bauer. „Das bringt uns extreme Planungssicherheit.” So könnten die Veranstalter „mit voller Kraft in die Festivalsaison” starten, ohne sich über die Finanzen Gedanken machen zu müssen. Die sehen derzeit geordnet aus: „Wir hatten ein gutes Jahr 2025.” Sehr positiv sei die 46. Ausgabe verlaufen, mit strahlendem Sonnenschein und lauen Nächten. „Das hat man gemerkt”, auch in der Kasse.

Drei größere Neuerungen hatten im Vorjahr Premiere gefeiert. „Wir hatten uns davor lange Gedanken gemacht und auch auf unsere Gäste gehört.” Aus dem Feedback seien dann diese Ideen geboren. Zum einen gab es durch Segel mehr schattige Plätze, mit Bühnenblick und einer gewissen „Nähe zur Musik”, erklärt Martin Bauer. Auch in den Spielpausen der Hauptbühne hätten sich immer wieder Besucherinnen und Besucher dort versammelt, um gemeinsam eine Apfelschorle oder ein Bier zu trinken. „Es war ein Ort des Zusammenkommens, ein Ort der Begegnung.” Ganz nach dem Weinturm-Geschmack.

Erfolgreiche Turmbar-Renaissance

Eine große Renaissance hatte auch die Turmbar gefeiert. Lange gefordert, 2025 wieder umgesetzt. Vor allem für Nachtschwärmerinnen und Nachtschwärmer ein willkommener Treffpunkt, wenn die Nacht noch ein wenig länger dauern sollte. Kleine Musiksets liefen, zwischen Grillengezirpe und Zuprost-Sounds. „Das war eine richtig gute Sache, die auch super angenommen wurde”, lautet Bauers Fazit. Für den Biergarten gelte Ähnliches. So ein Festival sei zwar eine große Einheit, die aber im Kleinen auch verschiedene Plätze brauche, um zusammenzukommen.

Unter den Sonnensegeln im Schatten wurde auch das Kinderprogramm noch ein wenig modifiziert. „Für Familien war das ein guter Ort.” Vor allem auch, weil direkt dort das „Gruselgewusel” angeschlossen war, dessen Team einmal mehr ein „tolles Kinderprogramm” zusammengestellt habe. Dieses veränderte Gesamtkonzept soll auch 2026 wieder angewendet werden.

„Evolution statt Revolution”

Ob es noch mehr Neuerungen geben wird? „Evolution statt Revolution”, lautet dabei das Weinturm-Motto, sagt Bauer. „Im Detail wird es natürlich wieder ein paar kleine Änderungen geben, aber nicht den großen Umsturz.” Vor allem optisch solle es Anpassungen geben. Bauer lässt durchblicken, dass sich das gesamte Team bei der Dekoration Gedanken gemacht habe. „Es wird nicht alles ein völlig geändertes Gesicht haben, aber es wird Besonderheiten geben.”

Im Hintergrund sind derweil die üblichen Prozesse längst wieder angelaufen. Schon vor dem Jahreswechsel habe es Bilanz-Gespräche gegeben, im Januar stieg dann das große Orga-Treffen. Nach dem Weinturm ist bekanntlich vor dem Weinturm. Das Booking der Bands läuft auf Hochtouren, auch wenn die Ergebnisse traditionell erst ein wenig später veröffentlicht werden. Hinter den Kulissen seien aber schon erste Acts bestätigt. Zudem wird es demnächst noch einmal ein internes „Musikauswahltreffen” geben, für maximal mögliche Abwechslung.

Vorjahres-Auflage bereitete viel Freude

Die rein ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer blicken „mit einem dicken Grinsen” auf 2025 zurück, davon zehren sie auch jetzt noch. „Es war ein rundes Wochenende für die Helferinnen und Helfer und die Organisierenden.” Diese drei Tage hätten sich „ganz speziell angefühlt”. Ein hochkarätiges Programm, ein „wunderbares Miteinander” und die Sonne, „die uns hold” war. Für Martin Bauer und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter ein Vorbild, wie es auch gerne in diesem Jahr laufen darf. Ab Sonntag besteht also die Chance, sich seine Tickets für die dreitägige Alltagsflucht im August zu sichern.

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