Der Internationale Kongress für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) kommt auch in diesem Jahr in die Stadt. Die auf dem Programm stehenden Vorträge und Workshops gehen diesmal aber nicht im angestammten Wildbad über die Bühne, sondern andernorts. Über den Stand der Vorbereitungen wurde jetzt informiert.
Die diesjährige Auflage der Veranstaltung soll von Mittwoch, 28., bis Samstag, 31. Mai, stattfinden. Organisiert wird sie wieder von der in Dortmund ansässigen Arbeitsgemeinschaft TCM, die zu den mehrtägigen Fachtreffen seit 1978 Ärzte, Heilpraktiker, Physiotherapeuten, Wissenschaftler und Hebammen aus Deutschland, der europäischen Nachbarschaft, Asien und Amerika in Rothenburg zusammenführt. Bei den Vorträgen und Workshops werden neues Wissen und Anregungen zu Akupunktur oder anderen Therapiethemen vermittelt. Mehr als 700 Teilnehmende waren bei den vergangenen Auflagen gezählt worden, die wie in den Jahrzehnten zuvor im Wildbad stattgefunden hatten.
Für die diesjährige Auflage hatten die Verantwortlichen Mitte 2024 mit den Planungen begonnen. Zu diesem Zeitpunkt war noch ungewiss, wie es mit dem Wildbad weitergehen würde. Aus diesem Grund hielt das Organisationsteam, das mit der Veranstaltung in jedem Fall in Rothenburg bleiben wollte, im Stadtgebiet Ausschau nach anderen Räumlichkeiten. Als Ende 2024 klar wurde, dass das Wildbad weiterhin als Austragungsort in Frage käme, wurde zwar noch einmal darüber nachgedacht, für 2025 auf das vertraute Domizil umzubuchen.
Weil die Alternativplanungen schon zu weit gediehen waren, entschied sich der Vorstand aber gegen diesen Schritt. Das Kongress-Geschehen mit rund 100 Vorträgen, Themenveranstaltungen und Workshops wird sich stattdessen in die Altstadt beziehungsweise an deren Rand verlagern.
Wie das Organisationsteam bekanntgab, sind die Hauptorte der Spitalhof mit der Reichsstadthalle, das Hegereiterhaus und der Schäfersaal. In der Reichsstadthalle wird auch die begleitende Fachausstellung stattfinden. Zudem werden dort Mittagessen und ein Café für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer angeboten. Auf der Wiese vor der Reichsstadthalle werde während der Kongressdauer täglich Morgen- und Abend-Qi-Gong angeboten, hieß es weiter.
Die praktischen Kurse sowie das Tuina-Basecamp finden in der altstadtnah gelegenen Mehrzweckhalle statt. Weitere Vorträge seien in den Seminarräumen des Hotels Eisenhut und im Musiksaal geplant.
Laut den Veranstaltenden soll der Kongress erneut zum Treffpunkt der internationalen TCM-Gemeinde werden. Anerkannte Referentinnen und Referenten würden eine Vielzahl von Kursen, Workshops und Seminaren anbieten. Thematischer Schwerpunkt in diesem Jahr ist „Himmelsstämme und Erdenzweige – Erkrankungen der Atemwege und Verdauungsorgane“.
Zu den Inhalten gehören demnach unter anderem Strategien gegen Allergien, die Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen mit TCM und Integrative Ernährungstherapie-Formen. Darüber hinaus sind Thementage zu Kinderheilkunde, Fertilität und Westlichen Kräutern geplant. Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Kräuter und Medikamente Hand in Hand“ rundet das Programm ab.
In der Mitteilung wurde außerdem angekündigt, dass auch dieses Jahr ein Preis für Forschungsarbeiten verliehen wird, und zwar von einem Institut für Integrative Therapieforschung in Hannover.
Weiter Informationen unter www.tcm-kongress.de.