Die Parkdisziplin in Windsbach erhöhen: Das war das eigentliche Ziel der kommunalen Verkehrsüberwachung. Die Erfahrungen aus den ersten Monaten haben aber gezeigt, dass die Verantwortlichen bei den Parkplätzen und der Beschilderung nachbessern müssen. Dies hat der Stadtrat jetzt ohne Gegenstimme auch beschlossen.
Zum 1. August 2024 haben die Windsbacher Verantwortlichen damit begonnen, den ruhenden Verkehr überwachen zu lassen. Dafür hat man sich der Verkehrsüberwachungs-Dienststelle „Verkehrsüberwachung Franken“ in Sachsen bei Ansbach angeschlossen. Nach einer vierwöchigen Probezeit werden Parkverstöße seit dem 1. September gebührenpflichtig geahndet.
Dass es sich bei einer Verkehrsüberwachung um ein hoch emotionales Thema handelt, dessen war sich Bürgermeister Matthias Seitz schon im Vorfeld bewusst. Und tatsächlich gab es in den rund fünf Monaten, in denen das Projekt mittlerweile läuft, den einen oder anderen verärgerten Bürger, der seinem Unmut bei der Stadtverwaltung oder der Dienststelle in Sachsen Luft gemacht hat.
„Ärger vielleicht nicht“, sagt Seitz im Gespräch mit der FLZ. Aber es habe auf jeden Fall einige Diskussionen gegeben. Die Konsequenz daraus war, dass man sich die Parkräume in Windsbach mit dem Dienstleister und der Heisbronner Polizei angeschaut hat. Das Ergebnis: Die Parkregelung im Bereich der Hauptstraße zwischen den Toren, der Kolbenstraße, Hinteren Gasse, Bahnhofstraße und An der Stadtmauer müsste überarbeitet und neu geregelt werden.
Zum einen wird es künftig an den Zufahrten zur Innenstadt neue Schilder geben, die die Parkzeit – zwei Stunden mit Parkscheibe in gekennzeichneten Flächen – und wann die Regelung gilt – werktags von 8 bis 18 Uhr und Samstag von 8 bis 13 Uhr –, anzeigen. Alle bisherigen Schilder, die das Parken regeln, können in der Folge entfernt werden, wie es in der Sitzungsvorlage für die Stadträte heißt. „Wir beseitigen den Schilderwald“, erklärt Seitz im Nachgang der Sitzung.
Zum anderen werden weitere Parkplätze in den genannten Bereichen ausgewiesen. In der Hauptstraße kommt ein Stellplatz vor dem Rathaus dazu. In der Burggasse kommt einer vor dem Rentamt und drei an der Rathausseite hinzu. Jeweils von Stellplätze gibt es An der Stadtmauer und in der Bahnhofstraße. In der Kolbenstraße werden zudem sechs und in der Hinteren Gasse acht Parkplätze ausgewiesen.
In den beiden letzteren Fällen wird zusätzlich das Schild „Bewohner mit Parkausweis … frei“ aufgestellt. Die Parkflächen können also laut der Sitzungsvorlage sowohl von Bewohnern mit Ausweis, als auch öffentlich genutzt werden. „Wir haben die Erfahrungswerte mit einfließen lassen und mussten nachjustieren“, führt Seitz weiter aus. Durch dieses Vorgehen sei die klare Erkennbarkeit der Parkmöglichkeiten für die Bürger und die Verkehrsraumüberwachung gegeben, heißt es in der Vorlage weiter. Nach seinen Worten blieb eine größere Diskussion im Gremium aus. Die Stadträte gingen den von der Verwaltung vorgeschlagenen Weg mit und gaben einstimmig grünes Licht für die Umsetzung.