Der richtige Ton: Welche Wandfarbe passt in mein Wohnzimmer? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 09.04.2026 10:09

Der richtige Ton: Welche Wandfarbe passt in mein Wohnzimmer?

Helle Nuancen für Weite: Pastelltöne und helle Farben wie Beige reflektieren Licht und lassen Räume größer wirken. (Foto: Laura Ludwig/dpa-tmn)
Helle Nuancen für Weite: Pastelltöne und helle Farben wie Beige reflektieren Licht und lassen Räume größer wirken. (Foto: Laura Ludwig/dpa-tmn)
Helle Nuancen für Weite: Pastelltöne und helle Farben wie Beige reflektieren Licht und lassen Räume größer wirken. (Foto: Laura Ludwig/dpa-tmn)

Wandfarben setzen in Räumen den Ton – und können deren Atmosphäre stärker verändern als so manches Möbelstück. Bei der Auswahl lohnt es also strategisch vorzugehen und zu überlegen, was die Farbe im Zimmer genau bewirken soll.

Will man kleine Räume, lange Flure und verwinkelte Zimmer etwa großzügiger wirken lassen, sind laut DIY Academy in Köln helle Nuancen wie Beige oder zarte Pastelltöne oft eine gute Idee. Sie reflektieren das Licht und lassen den Raum größer erscheinen. 

Soll hingegen in einen Raum mit vielen Quadratmetern mehr Gemütlichkeit einziehen, können dunklere Farben die richtige Wahl sein: ein tiefes Blau oder ein sattes Grün etwa. 

Warme Farben für Räume ohne Südfenster

Für Behaglichkeit sorgen der DIY Academy zufolge auch warme Nuancen an der Wand: Sand, Terrakotta oder gedecktes Rost zum Beispiel. Besonders in Räumen, die gen Norden ausgerichtet sind und wenig direktes Sonnenlicht abbekommen, schaffen sie eine freundlichere Atmosphäre. 

Weniger geeignet sind hier kühlere Töne wie Salbei, Graublau oder Steingrau. Sie entfalten ihre klare, moderne Wirkung besser in lichtdurchfluteten Zimmern mit Südfenster.

Und dann stellt sich noch eine Frage nach der Anzahl der Wände, die eine Farbe abbekommen sollen: Für den Rundum-Anstrich eines Zimmers sind laut DIY Academy eher gedeckte, sanftere Nuancen geeignet. Intensive, kräftige Farben wirken hingegen oft am besten auf einer einzelnen Akzentwand.

Burgunder und Petrol kombinieren

Entscheidet man sich für die Kombination verschiedener Farben an der Wand, können Farbtöne, die im Farbkreis nahe beieinander liegen, ein harmonisches Bild abgeben. Das gilt auch für die Zusammenstellung hellerer und dunklerer Nuancen eines Farbtons. 

Eine andere Option: auf Gegensätze setzen und mit Komplementärfarben arbeiten, also Tönen, die sich auf dem Farbkreis gegenüberliegen. Das klassische Duo Blau und Orange sorgt laut DIY Academy etwa für Lebendigkeit im Raum. Eine stimmige Alternative: gedämpfte Varianten der Grundfarben Rot, Blau und Gelb wählen. Und laut den Experten aus Köln besonders elegant: die Kombinationen gedeckter, rauchiger oder pastelliger Farbtöne, etwa Burgunder und Petrol oder Flieder und Gold.

Auf die Tageszeit kommt es an

Bevor man sich für eine oder mehrere Wandfarben entscheidet, sollte man dann in jedem Fall eine Farbprobe direkt im Raum vornehmen. 

Dazu können Sie ein gestrichenes Holzpaneel oder ein Stück Pappe einige Tage im Zimmer stehen lassen - und im Tagesverlauf immer wieder einen Blick darauf werfen. So erkennt man der DIY Academy zufolge, ob der gewählte Ton auch bei schräg einfallendem Abendlicht oder künstlicher Beleuchtung noch die gewünschte Wirkung erzielt.

© dpa-infocom, dpa:260409-930-922157/1


Von dpa
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