Der Papst im Gefängnis: „Jeder Mensch ist würdig“ | FLZ.de

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Veröffentlicht am 10.06.2026 12:57

Der Papst im Gefängnis: „Jeder Mensch ist würdig“

„Jeder Mensch ist würdig”, sagte der Papst zu den Häftlingen. (Foto: Stefano Rellandini/AFP Pool via /AFP POOL/AP/dpa)
„Jeder Mensch ist würdig”, sagte der Papst zu den Häftlingen. (Foto: Stefano Rellandini/AFP Pool via /AFP POOL/AP/dpa)
„Jeder Mensch ist würdig”, sagte der Papst zu den Häftlingen. (Foto: Stefano Rellandini/AFP Pool via /AFP POOL/AP/dpa)

Papst Leo XIV. hat in Spanien ein Gefängnis besucht und den Häftlingen Trost zugesprochen. „Jeder Mensch ist würdig“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche in einer Rede vor rund 80 Insassinnen und Insassen sowie Besuchern der Haftanstalt Brians 1 in Sant Esteve Sesrovires rund 30 Kilometer nordwestlich von Barcelona.

„Denkt daran, dass die Fehler im Leben nicht die Identität eines Menschen bestimmen“, betonte der 70-jährige US-Amerikaner am fünften Tag seines Spanien-Besuchs. „Jedem von euch sage ich: Gott liebt dich so, wie du bist, aber er hat noch größeres mit dir vor! Der Herr ermöglicht uns allen, immer wieder neu anzufangen.“

Eine Gruppe von Inhaftierten sang Leo zur Begrüßung ein Lied vor. Zwei Insassinnen durften jeweils kurze Reden halten. Eine der beiden, Montse, sagte zum Papst: „Wir freuen uns, dass Sie hier sind, weil wir uns vergessen fühlen.“ Die zweite Frau, Josefina, meinte optimistisch: „Das wird vorübergehen, ich werde mein Leben wieder aufnehmen und ich werde weiterhin mit Gott verbunden bleiben.“ Beide wurden nach ihren Reden vom Papst umarmt.

Nach dem Besuch im Gefängnis fuhr Leo zur nächsten Etappe seines zweiten Tages in Katalonien: der Abtei Unserer Lieben Frau von Montserrat. Dort fand das Gebet des Heiligen Rosenkranzes statt. Höhepunkt seines Aufenthalts in Barcelona dürfte am Abend eine Messe in der Basilika Sagrada Familia werden, die jedes Jahr Millionen Besucher anlockt. Letzte Station der Reise werden ab Donnerstag die Kanarischen Inseln sein. Dort will sich der Papst unter anderem mit Flüchtlingen treffen.

© dpa-infocom, dpa:260610-930-201357/1


Von dpa
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