Der Musik-Kabarettist Vogelmayer als Meister der Wortspiele | FLZ.de

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Veröffentlicht am 05.05.2025 19:59

Der Musik-Kabarettist Vogelmayer als Meister der Wortspiele

Hatte das Publikum in der Rauenzeller Pfarrkulturscheune gleich auf seiner Seite: der Musik-Kabarettist Vogelmayer. (Foto: Wolfgang Hauf)
Hatte das Publikum in der Rauenzeller Pfarrkulturscheune gleich auf seiner Seite: der Musik-Kabarettist Vogelmayer. (Foto: Wolfgang Hauf)
Hatte das Publikum in der Rauenzeller Pfarrkulturscheune gleich auf seiner Seite: der Musik-Kabarettist Vogelmayer. (Foto: Wolfgang Hauf)

Mit seinem neuen Programm „Lebensfreude“ hat der niederbayerische Musik-Kabarettist Vogelmayer die Pfarrkulturscheune im Herrieder Ortsteil Rauenzell gerockt. Das Publikum ließ sich sofort von Thomas Mayers, so lautet der bürgerliche Name des Vogelmayers, urigem, deftigem und frivolem Humor mitreißen.

„Ich fang ja immer gleich an, da gibt’s keine lange Vorrede“, meinte er, um die Aussage im selben Atemzug gleich selbstironisch zu widerlegen.

Eine Vorliebe hat der Vogelmayer für Wortspiele. Da muss das Publikum mitdenken. Gelacht wird dann umso inbrünstiger. Kostenproben gefällig: Am Morgen heiße es „der Weizen“ und „das Korn“, am Abend im Wirtshaus werde daraus „das Weizen“ und „der Korn“. Nach dem Ikea-Besuch sei jedem klar, warum der Weg durch das Haus nur eine Richtung kennt. Man befinde sich ja schließlich in einem „Einrichtungshaus“.

Auch als der Vogelmayer von seinem guten Freund Karl erzählte, reihte sich ein Kalauer an den anderen. Der Karl sei ein Typ voller Laster. Den „kannst du beim Umziehen brauchen“. Und als DJ habe sich Karl auch schon versucht. Allerdings hätten die Kunden wohl seine Telefonansage missverstanden: „Sie rufen an – ich lege auf!“

Trip ins abgelegene Paris

Sicher war vor dem Vogelmayer niemand. Jeder musste jederzeit damit rechnen, ins Geschehen eingebunden zu werden. Das Publikum zum Toben brachte das Lied „Hans gewinnt“. Es handelte von Hans, der einen Zweitagestrip nach Paris gewonnen hat. Dorthin gelangt er mit der Bahn – über die abwegigsten Umwege. Hans’ Resümee: Paris sei zwar schön, aber da gehe er nicht mehr hin. Es sei doch recht abgelegen.

Der Tagespolitik räumt der Vogelmayer zwischendurch auch Raum ein: „Wenn ich so in meinen Geldbeutel schaue, dann seh’ ich den Kohleausstieg.“ Zum Schluss wird es dann noch philosophisch. Der Vogelmayer vermittelte einen positiven Begriff von Heimat, von „Dahoam“ – ideologiefrei, auf die Schönheit und die Freiheit zielend. Wichtig sei nur, dass man auch den Alltag genieße. Jeder Tag sei ein Geschenk, manchmal halt „a bisserl blöd verpackt“.

Die begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörer in der Rauenzeller Kulturscheune verabschiedeten den Vogelmayer mit frenetischem Applaus.


Von Wolfgang Hauf
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