Der Kirchturm in Gerhardshofen wird renoviert | FLZ.de

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Veröffentlicht am 01.03.2025 14:30

Der Kirchturm in Gerhardshofen wird renoviert

Die Wetterseite der Kirche in Gerhardshofen ist von Flechten, Moosen und Verschmutzung befallen. Der Turm ist 30 Meter hoch. (Foto: Anita Dlugoß)
Die Wetterseite der Kirche in Gerhardshofen ist von Flechten, Moosen und Verschmutzung befallen. Der Turm ist 30 Meter hoch. (Foto: Anita Dlugoß)
Die Wetterseite der Kirche in Gerhardshofen ist von Flechten, Moosen und Verschmutzung befallen. Der Turm ist 30 Meter hoch. (Foto: Anita Dlugoß)

Die evangelische Kirche St. Peter und Paul in Gerhardshofen dürfte vielen Menschen im Aischgrund bekannt sein. Direkt an der Bundesstraße 470 gelegen und unübersehbar, bildet sie einen „Leuchtturm“ und das „Wahrzeichen“ Gerhardshofens. So jedenfalls nennt sie Pfarrer Johannes Kestler.

Die Wetterseite ist allerdings von Flechten, Moosen und Verschmutzung befallen und soll voraussichtlich heuer renoviert werden. Der Bewuchs ist mittlerweile so aggressiv, dass die Substanz gefährdet ist. Überall an der Wetterseite sind Risse sichtbar. „Bis zu handtellergroße Putzteile fallen herunter und liegen dann am Boden“, meinte der Pfarrer, der seinen Arbeitsplatz im daneben gelegenen Pfarrhaus hat.

Letzte Renovierung ist fast dreißig Jahre her

Die letzte Außenrenovierung fand laut Kestler im Jahr 1996/97 statt. „Die Optik spielt keine Rolle“, betonte Kestler mit Blick auf die nötige Instandsetzung. Vielmehr sei entscheidend, dass Flechten den Putz angreifen.

Im Jahr 2023, wurde bei der alljährlichen Kultusbegehung höchste Dringlichkeit festgestellt, informierte Kestler. An dieser Kultusbegehung nehmen Vertreter des Staates und der örtlichen Kirche teil. Der renovierungsbedürftige Teil der Kirche stehe unter staatlicher Baulast.

Da Gerhardshofen Storchendorf ist, kann die Maßnahme mit Blick auf den Vogelnachwuchs nicht zu jeder Jahreszeit erfolgen„Wir warten bis zum August, dann sind die Jungstörche ausgeflogen“, erläuterte Kestler. Dann werden die Horste abgebaut. Bis Ende Februar waren nach des Pfarrers Beobachtung schon einige Horste belegt: vier von fünf auf dem Kirchturm, zwei am Kirchenschiff sowie drei von vieren des Pfarrhauses und die beiden des Gemeindehauses.

Die Kosten werden auf fast eine viertel Million Euro geschätzt

Die Gesamtkosten einer Instandsetzung liegen laut Staatlichem Bauamt bei 240.000 Euro. Davon übernimmt der Staat mit 178.500 Euro den Großteil. Auf die Kirche kommen 61.500 Euro zu, davon zahlt die Landeskirche 16.500 Euro. 45.000 Euro müssen also vor Ort geschultert werden. Aus den Rücklagen entnimmt man 27.000 Euro. 15.000 Euro sollen aus dem Kirchgeld 2024 und 2025 beigesteuert werden.

Um 3000 Euro gemeindlichen Zuschuss bat der Pfarrer zudem den Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung. Dies wurde einstimmig gewährt. Dort wurde auch über die Verschmutzung durch die Störche diskutiert, was mittlerweile ein großes Problem sei. Eine Lösung allerdings zeichnete sich nicht ab.

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