Der Kampf um die Zukunft des Lichtenauer Freibads geht weiter. Bei der Finanzierung der dringend nötigen Sanierung will die Gemeinde jetzt mehrgleisig fahren. Ohne Gegenstimme hat das Gremium beschlossen, nach der Beteiligung am Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten Anträge bei zwei weiteren Förderprogrammen einzureichen.
Die Kosten für die Sanierung werden auf rund 8,8 Millionen Euro (brutto) geschätzt. Ob Lichtenau bei der landläufig als Sportmilliarde bezeichneten Bundesförderung zum Zuge kommt, ist ungewiss. Eine Entscheidung steht laut Bauamtsleiter Christian Dietrich noch aus.
Allerdings hat der Bund inzwischen das Interessenbekundungsverfahren für ein weiteres Programm namens „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder” (SKS – Schwimmbäder) gestartet. Der Fokus liegt laut Verwaltung auf der nachhaltigen Modernisierung sowie der Verbesserung der Barrierefreiheit, „um den sozialen Zusammenhalt und die Schwimmfähigkeit der Bevölkerung zu sichern”. Zusätzlich unterstützt auch der Freistaat Bayern die Kommunen mit dem Sonderprogramm Schwimmbadförderung (SPSF).
Von beiden Bundesförderungen gleichzeitig zu profitieren, ist nicht möglich, wie Bauamtsleiter Dietrich erläuterte. Eine Bundes- und eine Landesförderung schließen sich dagegen nicht gegenseitig aus. „Die Projektskizze muss nicht angepasst werden” für die neuen Verfahren, „nur der Bauzeiten- und Finanzierungsplan”, stellte er fest. Somit ist der Aufwand für die Verwaltung eher überschaubar, auch entstehen durch die Änderungen nur geringe Planungskosten.