Der 50. Lions-Flohmarkt läuft am 23. und 24. Mai in Ansbach: Was macht ihn aus? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 13.05.2025 20:00

Der 50. Lions-Flohmarkt läuft am 23. und 24. Mai in Ansbach: Was macht ihn aus?

Seinen Flohmarkt veranstaltet das Lions-Hilfswerk seit Langem in der Rezathalle im Ortsteil Eyb. Unser Bild stammt aus dem Jahr 2015. Die Anfänge der Veranstaltung liegen aber woanders. (Archivfoto: Jim Albright)
Seinen Flohmarkt veranstaltet das Lions-Hilfswerk seit Langem in der Rezathalle im Ortsteil Eyb. Unser Bild stammt aus dem Jahr 2015. Die Anfänge der Veranstaltung liegen aber woanders. (Archivfoto: Jim Albright)
Seinen Flohmarkt veranstaltet das Lions-Hilfswerk seit Langem in der Rezathalle im Ortsteil Eyb. Unser Bild stammt aus dem Jahr 2015. Die Anfänge der Veranstaltung liegen aber woanders. (Archivfoto: Jim Albright)

Es kann ein hübsches Service aus Porzellan sein, ein wertvolles Gemälde oder einfach ein praktisches Fahrrad. Besucherinnen und Besucher des Lions-Flohmarkts in Ansbach finden hier immer wieder schöne Stücke. Am 23. und 24. Mai gibt es ein Jubiläum: die 50. Ausgabe. Was halten Beteiligte für das Besondere an dem Markt?

Der erste Markt ging 1975 über die Bühne. Daran erinnert Hermann Kaiser als ein Urgestein des Lions Clubs Ansbachs. Die Corona-Krise brachte später eine Pause, wie Präsident Dr. Christoph Wolff berichtet. Seit vielen Jahren ist laut Hermann Kaisers Worten die Rezathalle im Ortsteil Eyb der angestammte Platz. „Wir haben 500 Parkplätze.“

Die Anfänge seien jedoch im Hotel Deutscher Kaiser gelegen, erinnert der Lions-Nestor, wenngleich er nicht ganz von Beginn an dabei war. Auch der Onoldiasaal („vor der Renovierung“) oder die Tennishallen zum Beispiel seien schon Orte für den Flohmarkt gewesen.

Frank Eckart ist Past-Präsident, also Präsident der vorigen Periode. Er schildert, „dass man oft Anrufe von Helfern bekommt, die erzählen, dass sie das schon über Generationen machen“. Solche Traditionen in Familien seien gerade im Ehrenamt nicht selbstverständlich. Überdies bedeute das Engagement für den Markt großen Zeiteinsatz.

Junge Menschen engagieren sich

Es geht nach seinen Angaben nicht nur um den Freitag und den Samstag, an denen geöffnet ist. „Allein die Anlieferung, das Vorsortieren und das Vorbereiten ist ein wahnsinniger logistischer Aufwand.“

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Das Gefüge an Helferinnen und Helfern „entwickelt sich immer weiter“, stellt Christoph Wolff fest. Er erwähnt etwa den Christlichen Verein junger Menschen (CVJM), von dem viele junge Mitglieder dem Club unter die Arme griffen. Auch Schulen sind gemäß Frank Eckarts Worten bereit mitzuwirken.

Außerdem gelinge dem Club in der Woche, in der er den Flohmarkt vorbereitet und ausführt, „immer eine sehr enge Verbindung zur Bevölkerung“ – seit fünf Jahrzehnten, führt Christoph Wolff aus.

Trotz Online-Konkurrenz Schnäppchen und Schätze

Diesmal rechnet der Serviceclub wieder mit 140 bis 150 Menschen, die bei dem Flohmarkt helfen, den das Lions-Hilfswerk Ansbach veranstaltet. So schildert es Frank Eckart. Etwa 80 seien keine Lions-Mitglieder. „Sie engagieren sich für einen guten Zweck“, da Lions das Geld spendet, betont Hermann Kaiser.

Er erwähnt noch einen weiteren Aspekt: die Nachhaltigkeit. Wenn jemand eine Gartengarnitur nicht mehr braucht, verkauft Lions sie eben günstig. Pro Tag kommen um die 2500 Kundinnen und Kunden, wie Hermann Kaiser darlegt.

„Wir hatten aufgrund der Online-Märkte eigentlich damit gerechnet, dass das total austrocknet“, bekennt Christoph Wolff. Doch es habe sich allenfalls ein bisschen verändert. Weiter ließen sich hier Schnäppchen und kleine Schätze finden.

Ohne Kühlschränke und Stereoanlagen

Kleidung, Computer, Fernseher und Großmöbel nimmt das Lions-Hilfswerk nicht an. Hermann Kaiser ergänzt „weiße und braune Ware“, die ganz allgemein tabu ist, also Haushaltsgeräte wie Kühlschränke und Waschmaschinen sowie Unterhaltungselektronik wie DVD-Player und Stereoanlagen.

In diesem Bereich „sind wir oft als Entsorger missbraucht worden“. Bei Kleidung bereiteten der logistische Aufwand, Qualität und Ansprüche Schwierigkeiten, wie Frank Eckart und er erläutern. Kleinmöbel und kleine Elektrogeräte etwa aber sind im Angebot, wie es heißt.

Edles Porzellan aus dem Nachlass verstorbener Eltern

Jedes Jahr bringen Menschen zum Beispiel edles Porzellan herbei, etwa „aus dem Nachlass verstorbener Eltern“, wie Christoph Wolff erzählt. „Viele Lions Clubs beneiden uns“, fasst Hermann Kaiser den Erfolg des Flohmarkts zusammen.

Seit 100 Jahren engagiert sich Lions International unter dem Leitgedanken „Augenlicht retten“. Deshalb verkaufen die Ansbacher Lions diesmal beim Flohmarkt Plüschlöwen für diesen guten Zweck, wie Frank Eckart unterstreicht.

In 49 Flohmärkten erwirtschaftete Lions mit dem Flohmarkt bislang um die zwei Millionen Euro und reichte sie für soziale Belange aus. Überdies hebt Frank Eckart hervor: Der Markt sorgt für „ein unfassbar gutes Miteinander der Mitglieder“.

Verkauf ist am Freitag, 23. Mai, 13 bis 18 Uhr, und Samstag, 24. Mai, 9 bis 12.30 Uhr. Warenannahme in der Rezathalle ist von Montag, 19., bis Donnerstag, 22. Mai, 17 bis 19 Uhr.

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