„Deppen am Werk”: Unbekannte stecken Skaterbahn in Wilhermsdorf in Brand | FLZ.de

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Veröffentlicht am 28.01.2026 12:36

„Deppen am Werk”: Unbekannte stecken Skaterbahn in Wilhermsdorf in Brand

Offensichtlich mutwillig haben Unbekannte versucht, mittels eines Feuers eine Wilhermsdorfer Freizeitanlage zu zerstören.  (Foto: Feuerwehr Wilhermsdorf)
Offensichtlich mutwillig haben Unbekannte versucht, mittels eines Feuers eine Wilhermsdorfer Freizeitanlage zu zerstören. (Foto: Feuerwehr Wilhermsdorf)
Offensichtlich mutwillig haben Unbekannte versucht, mittels eines Feuers eine Wilhermsdorfer Freizeitanlage zu zerstören. (Foto: Feuerwehr Wilhermsdorf)

„Deppen am Werk! Da fällt mir nichts mehr ein.“ Mit diesen Worten kommentierte Wilhermsdorfs Bürgermeister Uwe Emmert am Dienstag den offensichtlichen Versuch, den „Pumptrack“, also die BMX- und Skaterbahn am vor knapp zwei Jahren errichteten Freizeitgelände der Gemeinde zu zerstören.

Über die Einweihung der mit hoher staatlicher Unterstützung aus dem Leader-Programm geförderten Freizeiteinrichtung hatten wir seinerzeit ausführlich berichtet. 52.000 Euro hat allein der seither gerade von Jugendlichen sehr gut benutzte Pumptrack gekostet. „Lohnt es sich eigentlich noch, irgendein Angebot zu schaffen? Aber das ist sicher der falsche Ansatz, wenn man an die vielen strahlenden Kinderaugen denkt“, schreibt der „trotzdem traurige“ Bürgermeister auf Facebook.

Feuerwehreinsatz zum Löschen der Skatebahn

Zum Löschen der Bahn war ein Feuerwehreinsatz notwendig. Den entstandenen Sachschaden beziffert Emmert auf etwa 12.000 Euro. Wird kein Verursacher gefunden, muss die Gemeinde die Wiederherstellung des Gemeinguts wohl aus eigenen Mitteln finanzieren. Deshalb hofft er: „Wenn die Verursacher einen Arsch in der Hose haben, können sie sich gerne melden. Ich bitte um Verständnis für meine emotionale Wortwahl.”

„Während sich viele Menschen darum kümmern, mit den Schneemassen fertig zu werden, während wir Hallen und Hallenbad sperren müssen, während man endlich mal wieder Schlitten fahren oder Iglus bauen kann, haben ein paar Vollpfosten nichts anderes zu tun als den Pumptrack an unserer Freizeitanlage anzuzünden. Wieder muss man sich fragen: Warum?“, ärgert sich Emmert auf Facebook. Wieder? Damit spielt Emmert darauf an, dass bereits im Mai 2025 Versuche unternommen worden waren, einen Tisch und Bänke neben dem dort ebenfalls angelegten Fußball-Käfig anzuzünden.

Holzstützen im Inneren brannten

Ab sofort ermittelt die Polizeiinspektion Zirndorf wegen „Sachbeschädigung mit Brandlegung“: Der Straftatbestand der Brandstiftung sei nicht erfüllt, weil ja kein Gebäude betroffen sei, erläutert ein Polizeisprecher am Telefon. Ihm lägen bislang „keine Informationen über Brandbeschleuniger“ vor. Laut Uwe Emmert ist zwar die Oberfläche der Bahn schwer entflammbar. Doch der Pumptrack wurde nach seiner Einschätzung wohl im Innern entzündet: Dort sind Holzstützen als Verstärkung eingebaut.

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Nun versucht die Polizei, die Täter zu ermitteln. Emmert kann den Zeitraum der Brandlegung klar eingrenzen: „Bis 16:30 Uhr wurde auf dem Platz Schnee abgeladen, und um 17:30 Uhr hat es gebrannt. Wir müssen uns jetzt wirklich überlegen, ob wir nicht eine Kamera installieren“, so Emmert am Telefon. Zunächst aber setzt er auf Zeugen: „Wenn jemand was gesehen hat, sind wir für jeden Hinweis dankbar.“

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