Mit einer Kundgebung kurz vor dem Mittagsläuten haben rund 70 Teilnehmer auf dem Montgelasplatz für Respekt in der Gesellschaft geworben.
Unter dem Motto „100 Prozent Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus“ finden noch bis Mittwoch die Internationalen Wochen gegen Rassismus auch in Ansbach statt. Zentrale Veranstaltung dabei war am Samstag die Aktion „Kurz vor 12“ mit der symbolisch auf die „Weltuntergangsuhr” Bezug genommen wurde. Diese steht in diesem Jahr 85 Sekunden vor Mitternacht und damit so nah am Abgrund wie noch nie.
Im Programmheft beschreibt es der Integrationsbeirat der Stadt Ansbach mit den Worten „Die Welt steht unter Druck - durch Kriege, Konflikte und eine eskalierende Klimakrise.“ Gerade in diesen herausfordernden Zeiten sei eine lebendige und starke Demokratie nötig, ebenso der Schutz der Menschenwürde und die Verteidigung der Vielfalt.
Mit der Kundgebung sollte ein klares Zeichen gegen Hass, Ausgrenzung und rechtsextreme Ideologien gesetzt werden. Unter den Teilnehmern war auch Oberbürgermeister Thomas Deffner.
Wegen des zeitgleich stattfindenden Bauernmarktes konnte die Kundgebung nicht wie letztmals 2019 auf dem Johann-Sebastian-Bach-Platz vor der Gumbertuskirche stattfinden. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe ist am Montag, 23. März, ein Web-Seminar unter dem Titel „Stellung beziehen gegen Stammtischparolen“ in der Zeit von 19 bis 20.30 Uhr geplant. Veranstalter sind die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung Bayern und die Evangelische Stadtakademie München.
Am Mittwoch, 25. März, wird Professor Dr. Gerd Antos um 19 Uhr zum Thema „Postmigrantisches Deutsch“ im Kunsthaus Reitbahn 3 sprechen. Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Zweig Würzburg in der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) statt. Die Internationalen Wochen gegen Rassismus veranstaltet der Integrationsbeirat der Stadt Ansbach mit Kooperationspartnern wie der Stadt Ansbach, der Ansbacher Gruppe der Bürgerbewegung für Menschenwürde und dem Kulturforum Ansbach.