Demokratie erleben: Juniorwahlfieber in den Schulen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 15.02.2025 15:42

Demokratie erleben: Juniorwahlfieber in den Schulen

Die Juniorwahl-Organisatoren stellen den Schulen auch Unterrichtsmaterialien und alle nötigen Wahlutensilien zur Verfügung, etwa versiegelbare Wahlurnen. (Archivfoto: BSZ Scheinfeld/Tobias Völker)
Die Juniorwahl-Organisatoren stellen den Schulen auch Unterrichtsmaterialien und alle nötigen Wahlutensilien zur Verfügung, etwa versiegelbare Wahlurnen. (Archivfoto: BSZ Scheinfeld/Tobias Völker)
Die Juniorwahl-Organisatoren stellen den Schulen auch Unterrichtsmaterialien und alle nötigen Wahlutensilien zur Verfügung, etwa versiegelbare Wahlurnen. (Archivfoto: BSZ Scheinfeld/Tobias Völker)

Ein erstes Ergebnis zur Bundestagswahl liegt im hiesigen Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim bereits vor. Es betrifft allerdings nicht den echten Urnengang, sondern die Juniorwahlen, die auch bei diesen vorgezogenen Neuwahlen wieder bundesweit veranstaltet werden.

Im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim sind dafür 13 Schulen angemeldet, darunter mit der Scheinfelder Mittelschule auch eine, die erstmals teilnimmt. Das macht Scheinfeld sozusagen zur Juniorwahl-Hauptstadt des Landkreises, denn mit dem Gymnasium, den Schwarzenberger Schlossschulen (mit Real- und Fachoberschule) und dem Berufsschulzentrum sind dort gleich vier Bildungseinrichtungen am Start.

Zeitdruck bei der Vorbereitung

In Bad Windsheim sind es diesmal drei: die Mittelschule, die Schule im Aischgrund und die Franziskusschule. In Neustadt nehmen das Friedrich-Alexander-Gymnasium und die Mittelschule am Turm teil, in Uffenheim die Christian-von-Bomhard-Schule (mit Realschule, Gymnasium und Fachoberschule). Mit von der Partie sind zudem die Mittelschulen in Diespeck, Emskirchen und Uehlfeld. Uehlfeld hat dabei die Besonderheit, dass dort die Erststimme für die Kandidaten des Wahlkreises Erlangen vergeben werden, während der übrige Landkreis zum Wahlkreis Fürth gehört.

In den Schwarzenberger Schlossschulen wurde bereits in dieser Woche gewählt, berichtete der dortige FOS-Direktor Bernd Scheffer. Die Ergebnisse wurden auch schon ausgezählt, werden jedoch noch nicht veröffentlicht; dies machen die Juniorwahl-Organisatoren vom in Berlin ansässigen Verein „Kumulus“ am Wahltag pünktlich um 18 Uhr.

Auch der Verein stand diesmal unter ungewohntem Zeitdruck, da es sich nicht um turnusgemäße, sondern um vorgezogene Neuwahlen mit verkürzten Fristen handelt. Insbesondere wurden die Juniorwahl-Stimmzettel offenbar bereits gedruckt, als die Anmeldungen der Kandidaten und Parteien vorlagen. Allerdings fielen im Zulassungsverfahren sowohl im Wahlkreis Fürth wie auch im Wahlkreis Erlangen einige Direktkandidaten wieder heraus. Und auch bei den Landeslisten schafften nicht alle Parteien in Bayern die Zulassung.

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Aktualisierung auf dem Teilnehmerportal

Man habe alle Schulen per E-Mail über diesen Umstand informiert, erläuterten die Organisatoren auf Nachfrage unserer Redaktion. Auf dem Teilnehmerportal stehen die aktualisierten Stimmzettel parat. Zudem haben die Wahlleitungen in den Schulen auch die Option, Schülerinnen und Schüler auf die nicht mehr wählbaren Kandidaten und Parteien hinzuweisen, beziehungsweise diese auf den Stimmzetteln zu streichen. Wie es jede Schule handhabt, bleibt ihr jedoch selbst überlassen.

Das Gleiche gilt für den Wahltermin und für die Auswahl der teilnehmenden Klassen. So startet etwa die Mittelschule Bad Windsheim am Montag in einen dreiteiligen Wahlmarathon bis zum Donnerstag. Dort dürfen alle Jahrgangsstufen – von fünf bis 10 – teilnehmen, insgesamt rund 300 Schülerinnen und Schüler, berichtet die betreuende Lehrerin Gudrun Dietsch.

Wahlen und Demokratie im Unterricht

Ähnlich viele sind es an der Bomhard-Schule, genau 301, sagt Realschul-Konrektorin Verena Kilian. Die meisten Schulen begrenzen das Teilnehmerfeld auf die oberen Jahrgangsstufen. Dennoch kommen landkreisweit deutlich über tausend Schüler zusammen, eventuell auch über 1500. Bei den 2021er Juniorwahlen waren es in elf Landkreisschulen knapp 1400 Schülerinnen und Schüler.

An der Emskirchener Mittelschule hatte man, so berichtet Schulleiter Fabian Lorenz, wegen Krankheitsgründen sogar erwogen, bei der Juniorwahl mit einer Klasse die Briefwahl zu üben. Da die Schule aber dann doch eine Springerlehrkraft gestellt bekam, habe man davon wieder Abstand genommen.

Die Juniorwahl an den Schulen besteht freilich nicht nur aus dem bloßen Wahlgang. Das Thema Wahlen und Demokratie wird im Unterricht vorab eingehend besprochen, wofür „Kumulus“ ebenfalls Materialien anbietet. Auch der Wahl-O-Mat wurde beispielsweise getestet, sagt Uehlfelds Schulleiterin Silke Schür.

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