Dekanatssynode in Burgbernheim: Umstrukturierung der Landeskirche stand im Fokus | FLZ.de

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Veröffentlicht am 22.03.2026 08:15

Dekanatssynode in Burgbernheim: Umstrukturierung der Landeskirche stand im Fokus

Während der Dekanatssynode wurde angeregt miteinander diskutiert. (Foto: Hans-Bernd Glanz)
Während der Dekanatssynode wurde angeregt miteinander diskutiert. (Foto: Hans-Bernd Glanz)
Während der Dekanatssynode wurde angeregt miteinander diskutiert. (Foto: Hans-Bernd Glanz)

Die landeskirchlichen Reformen waren zentraler Bestandteil der Arbeit in Kleingruppen während der Dekanatssynode im Burgbernheimer „Bernatura“. Fragen wurden im Plenum gesammelt und von den Präsidiumsmitgliedern Dr. Renate Kern und Johannes Gerhäuser formuliert.

Antworten darauf hatten Dekan Max von Egidy und Dirk Brandenberg, stellvertretender Dekan und Pfarrer in Marktbergel. Was berührte die Mitglieder der Synode genau? Von Egidy hatte in seinem Vortrag drei Reformpunkte genannt, die in den kommenden Jahren alle Kirchengemeinden mehr oder weniger stark berühren werden. Neben der Gebäudebedarfsplanung und der Landesstellenplanung der evangelischen Kirche war noch der Zuschnitt der Regionalgemeinden genannt.

Gebäudebedarfsplanung ist seit Jahren Thema

Die Gebäudebedarfsplanung ist schon seit Jahren ein Gesprächsthema in Gemeinden. Viele befürchten den Verlust ihrer Kirche oder sonstiger im Kirchenbesitz befindlicher Häuser. Max von Egidy zufolge hatte Anfang März eine Arbeitsgemeinschaft ihre Tätigkeit aufgenommen. Ende 2026 soll ein Konzept spruchreif sein, nachdem vorher Kirchenvorstände einbezogen werden.

Die heikle Vorgabe: Die Hälfte des Gebäudebestandes im Jahr 2018, die von der Landeskirche finanziert wird, muss bis 2035 aus dieser Finanzierung herausgenommen werden. Sie fallen in die Kategorie B oder C, während 50 Prozent dauerhaft erhalten werden sollen.

Die in die Kategorie A fallenden Kirchen und Häuser können bei notwendigen Baumaßnahmen künftig mit finanziellen Zuschüssen der Landeskirche bis zu 25 Prozent rechnen. Max von Egidy sprach von derzeit rund 38 „Zählgebäuden“, die sich aus Kirchen, Pfarr- und Gemeindehäusern zusammensetzen.

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Details zu den Regionalgemeinden sollen auf der Landessynode im November 2026 vorgestellt werden. Sie sollen aus mindestens 8500 Gemeindegliedern bestehen und mindestens fünf „Vollzeit-Hauptamtliche“ erhalten. Neben einem gemeinsamen Pfarramt ist auch eine gemeinsame Geschäftsführung vorgesehen. Gearbeitet werden soll in „multiprofessionellen Teams“, die Regionalgemeinden müssen sich nicht zwangsläufig an aktuellen Dekanatsgrenzen orientieren.

„Auf keinen Fall wird alles zentralisiert”

Die Landessynode wird auch die Landesstellenplanung beschließen. Die Kürzung bewegt sich zwischen 25 und maximal 35 Prozent der aktuellen Stellen bis 2034. Eine Zuweisung wird künftig in die Regionalgemeinde und nicht mehr in eine Pfarrei erfolgen. Die Ausführungen hinterließen zahlreiche Fragen, angefangen von der Sorge, wer denn letztendlich für Gebäudeverkäufe verantwortlich sein würde, bis hin zur Frage, ob Häuser auch unter Wert abgestoßen werden sollen.

Fragen zur künftigen Zusammenarbeit im ehrenamtlichen Bereich beschäftigten die Teilnehmenden, ebenso wie eine mögliche zu weitläufige Regionalgemeinde im ländlichen Raum. Stellvertretend für viele weitere Fragen wurde geäußert, ob die Dekanatsjugend im künftig größeren Rahmen erhalten bleibe oder auf Gemeinden reduziert werde. Eine Sorge, die Egidy zerstreute. Jugendarbeit werde weiter vor Ort und in Netzwerken funktionieren, bei bestimmten Punkten wie Freizeiten werde es sinnvoll sein, gemeinsame Angebote zu machen.

Eine klare Ansage kam von Dirk Brandenberg zur Frage, wie die Gottesdienstplanung in den Gemeinden und das Ehrenamt künftig zu organisieren seien: „Auf keinen Fall wird alles zentralisiert.” Frühzeitiges Austauschen zwischen Pfarrerinnen und Pfarrern, Prädikantinnen und Prädikanten und Lektoren sei hier gefragt. Letztere seien „keine Lückenbüßer“. Auf keinen Fall werde ein Gemeindeleben abgeschnitten, wo es lebendig ist.

Egal, wie und in welcher Höhe künftig Zuschüsse von der Landeskirche vergeben werden, für die Kirchengemeinde Bad Windsheim steht aktuell ein dringend notwendiger Geldsegen an: Der „Bayerische Landtag“ unterstützt mit 160.000 Euro die Planungskosten zur Sanierung von St. Kilian in Bad Windsheim. Das ist schon mal rund die Hälfte der benötigten Summe, verkündete von Egidy während der Dekanatssynode.

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