Das RothenburgMuseum hat eine neue Chefin | FLZ.de

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Veröffentlicht am 03.11.2024 07:04

Das RothenburgMuseum hat eine neue Chefin

Die städtische Kulturbeauftragte Franziska Krause ist sehr erfahren und kennt sich im Museums bestens aus. (Archivfoto: Clarissa Kleinschrot)
Die städtische Kulturbeauftragte Franziska Krause ist sehr erfahren und kennt sich im Museums bestens aus. (Archivfoto: Clarissa Kleinschrot)
Die städtische Kulturbeauftragte Franziska Krause ist sehr erfahren und kennt sich im Museums bestens aus. (Archivfoto: Clarissa Kleinschrot)

Inga Benedix ist nicht mehr Leiterin des RothenburgMuseums. Bis auf Weiteres wird die städtische Kulturbeauftragte Franziska Krause das Museum verantwortlich leiten.

Auf Nachfrage der Redaktion hat sich die Stadt sehr ausführlich zur personellen Lage im Museum geäußert. Seit Anfang April war Inga Benedix krank gewesen. Begonnen als Leiterin des Museums hatte sie Anfang Oktober 2023 im Alter von 27 Jahren.

In der Information der Stadt wird die Situation so beschrieben: „Die Personalentwicklung der letzten sieben Monate war nicht so, wie wir uns das seitens der Stadt vorgestellt haben: Die Leiterin Inga Benedix war ab Anfang April bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses leider schwer erkrankt. Zum 30. September 2024 hat sie um einen Auflösungsvertrag gebeten.“

Fortgeführt ohne Reibungsverluste

Seit der Erkrankung von Benedix seien aber die laufenden Geschäfte des Museums von dem seit Januar 2022 „bereits eingespielten Interimsteam Dr. Jörg Christöphler, Dr. Florian Huggenberger und Franziska Krause ohne Reibungsverluste fortgeführt worden“.

Weiter heißt es: „Die von Frau Benedix initiierten Vorgänge konnten allesamt nachvollzogen und nachgebessert werden.“ Das Führungsskript zu „Waffen einer Reichsstadt“ habe Huggenberger verfasst, das zu „Jüdisches Rothenburg“ habe kurzfristig Christöphler in enger Rücksprache mit Dr. Oliver Gußmann und Judith Schlumberger-Steger von Kulturerbe Bayern erstellt. Im Unterschied zur Interimszeit von Januar 2022 bis September 2023 zeichne nun aber nicht mehr Christöphler vor Ort als Interimsleiter des Museums verantwortlich, sondern Franziska Krause.

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„Bis auf Weiteres” verantwortlich

Dazu erklären die Verantwortlichen, dass Krause in den vergangenen beiden Jahren mit ihrem Sommerprogramm „Kultur im Klosterhof“ das Museum als Veranstaltungsort in den Mittelpunkt gestellt habe. Auch das Programm des „Rothenburger Märchenzaubers“ habe das städtische Museum zuletzt verstärkt in den Mittelpunkt gerückt.

„So ist es nur schlüssig, dass dieser partizipatorische Kurs der Rothenburger Kulturpolitik weiterverfolgt wird und Frau Krause auch ebendort das RothenburgMuseum bis auf Weiteres verantwortlich leitet.“ Unterstützt wird sie weiterhin von Dienststellenleiter Christöphler und Stadtarchivar Huggenberger, der „inzwischen mit der Depotsituation des Museums bestens vertraut ist“.

Sonderausstellung wird geplant

Alle derzeit laufenden Ausstellungen – diese sind „Waffen einer Reichsstadt“ sowie „Elise Mahler“ – und noch geplante Ausstellungen („Rothenburger Weg“) gingen auf langfristige Planungen des Interimsteams zurück. Die Verantwortlichen sehen die Kontinuität des Ausstellungsbetriebs „somit bereits seit Längerem gewahrt“.

Für Frühherbst 2025 plane Krause eine Sonderausstellung mit dem Lehrstuhl für Museologie der Universität Würzburg, „so dass auch hier bereits wegweisende Impulse für die Zukunft des RothenburgMuseums gegeben sind“.

Gute Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis

Am Montag, 2. Dezember, wird Franziska Krause „ihre Vorstellungen für das RothenburgMuseum in der öffentlichen Sitzung des Kultur- und Tourismusausschusses vorstellen“. Noch ein Lob gibt es zum Abschluss der Mitteilung von Seiten der Stadt: Der „große Erfolg des Museumsfestes“ im Oktober habe gezeigt, dass Krause „auch sehr gut mit dem Freundeskreis des RothenburgMuseum e.V. zusammenarbeitet und hier erfolgreich neue Impulse zu setzen vermag“.

Inga Benedix war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Bevor sie die Leitungsposition in Rothenburg angetreten hatte, war sie in München an der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München beschäftigt gewesen. Hier war sie unter anderem in der Provenienzforschung tätig, hatte sich der Geschichte der Herkunft von Kunstwerken und Kulturgütern gewidmet. Davor hatte sie an der Uni Würzburg eine Stelle gehabt. Dort hat sie auch studiert. Ursprünglich stammt sie aus Kassel.

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