Das rote Reiterle ziert die Tasse des Rothenburger Weihnachtsmarkts | FLZ.de

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Veröffentlicht am 18.11.2024 20:02

Das rote Reiterle ziert die Tasse des Rothenburger Weihnachtsmarkts

Johannes Wagner hat sich bei einem Spaziergang durch die Stadt inspirieren lassen und aus mehreren Motiven jenes mit dem Reiterle ausgewählt. Es wurde auf rund 20.500 Tassen gedruckt. (Foto: Clarissa Kleinschrot)
Johannes Wagner hat sich bei einem Spaziergang durch die Stadt inspirieren lassen und aus mehreren Motiven jenes mit dem Reiterle ausgewählt. Es wurde auf rund 20.500 Tassen gedruckt. (Foto: Clarissa Kleinschrot)
Johannes Wagner hat sich bei einem Spaziergang durch die Stadt inspirieren lassen und aus mehreren Motiven jenes mit dem Reiterle ausgewählt. Es wurde auf rund 20.500 Tassen gedruckt. (Foto: Clarissa Kleinschrot)

„Das ist mit eine der schönsten Tassen der vergangenen Jahre.“ So schwärmt Robert Nehr vom Tourismus-Service über das Motiv der Weihnachtsmarkttasse 2024. Auf ihr zu sehen: Das Reiterle, das unter tiefblauem Winterhimmel die Stadt entlangreitet – scheinbar direkt auf den großen Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz und den Stern von Bethlehem zu.

Die Farben sind kräftig und machen gute Laune. Das Reiterle – ganz in rot gekleidet – ist gut sichtbar, ebenso der gelbe Stern und der grüne Weihnachtsbaum. Der Himmel hat ein sattes Blau, die Stadt-Silhouette ist schwarz gehalten. Auf der Tasse steht „Rothenburger Reiterlesmarkt“, „Rothenburg ob der Tauber 2024“ und der Name des Künstlers geschrieben: Johannes Wagner.

Die Sache war „schnell entschieden“

Dass das Reiterle so prominent auf der Tasse zu sehen ist, hat auch dem Amt für Messen und Märkte gefallen, wie Sachbearbeiterin Nadja Rößler erklärt. Und der Vorschlag für das Motiv kam auch beim Oberbürgermeister gut an – so war die Sache „schnell entschieden“, so Nadja Rößler.

Wie das Motiv überhaupt bei der Stadt gelandet ist? Johannes Wagner erzählt die Geschichte bei der offiziellen Vorstellung „seiner“ Tasse im Rathaus. So beschreibt der gebürtige Rothenburger, dass er bei einem Spaziergang durch die Stadt viel Inspiration gefunden hat.

Was ihm gefallen hat, hat er fotografiert und später malerisch umgesetzt. Und das gleich im richtigen Format: Denn das Kunstwerk, das jetzt auf der Tasse zu sehen ist, musste nicht erst auf die passende Größe formatiert werden. Vielmehr hat er es gleich auf einen passend zugeschnittenen Streifen aufgemalt. Und zwar nicht nur das Gewinner-Motiv. Insgesamt drei oder vier verschiedene Szenarien hat er fertiggestellt – und musste dann erst einmal selbst eine Auswahl treffen.

Teddybär und Wimmelbild mit dem Kirchplatz

Nicht geschafft haben es ein Bild mit einem Teddybär und ein Wimmelbild, auf dem auch der Kirchplatz samt Weihnachtsbuden zu sehen ist. Das Reiterle hat ihm am besten gefallen. Und es passt in diesem Jahr besonders gut: Es gibt ein neues Reiterle. Zum ersten Mal wird Timo Herrscher den Reiterlesmarkt eröffnen. Er hat die Aufgabe von Nachtwächter Hans Georg Baumgärtner übernommen.

Hilfe bei der ganzen Aktion Weihnachtsmarkttasse hat Johannes Wagner von zwei Frauen bekommen, die ihn künstlerisch schon länger begleiten: Heidi Dawidziuk und Ingeborg Goebel. „Die beiden haben mir geholfen, so dass es auch plakativ rüberkommt.“ Heidi Dawidziuk ergänzt: „Johannes malt schon sehr lange und ich finde, dass er ein wahnsinniges Potenzial hat.“ Laut ihr malt er auch dreidimensional und „ganz, ganz tolle Comics“. Das Malen ist nicht sein einziges Hobby. Der 31-Jährige spielt auch Theater in der Gruppe „Schau mer X“. Hier hat er auch für die Bühne Bilder erstellt. „Sehr gut“, hat es sich übrigens für Johannes Wagner angefühlt, als die Tassen-Zusage von der Stadt kam.

Auf rund 20.500 Tassen wurde jetzt sein Kunstwerk gedruckt. Einen ganzen Karton voller Tassen hat er von der Stadt geschenkt bekommen – viele davon sind schon seinen Freunden und Mitbewohnern versprochen. Auf dem Weihnachtsmarkt selbst will er auf jeden Fall mal ein Heißgetränk aus „seiner“ Tasse trinken.

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