Das Rathaus in Marktbergel ist jetzt eine Arztpraxis | FLZ.de

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Veröffentlicht am 17.10.2023 16:17

Das Rathaus in Marktbergel ist jetzt eine Arztpraxis

Im Gemeindehaus im Marktbergeler Ortsteil Ottenhofen können Paare künftig standesamtlich den Bund fürs Leben schließen. (Foto: Gerhard Meierhöfer)
Im Gemeindehaus im Marktbergeler Ortsteil Ottenhofen können Paare künftig standesamtlich den Bund fürs Leben schließen. (Foto: Gerhard Meierhöfer)
Im Gemeindehaus im Marktbergeler Ortsteil Ottenhofen können Paare künftig standesamtlich den Bund fürs Leben schließen. (Foto: Gerhard Meierhöfer)

Seit Mitte Oktober lässt sich der Rathaussaal in Marktbergel (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) nicht mehr für gemeindliche Zwecke nutzen: Dr. Marianne Scharf praktiziert dort sowie in einem Nebenzimmer, solange bis die bisherige Apotheke zur 145 Quadratmeter-Arztpraxis umgebaut ist. Die Pläne dazu wurden in der Sitzung des Marktgemeinderats nun detailliert vorgestellt, inklusive Kosten.

Runde 500.000 Euro muss die Gemeinde „locker machen“, um das gesamte Erdgeschoss des Rathauses – bis 1965 war dort auch ein Schulzimmer untergebracht – zweckmäßig und barrierefrei umzugestalten.

Und auch mit dem gerade genutzten Sitzungssaal im Gemeindehaus Ottenhofen tut sich etwas, denn der Rathaussaal ist derzeit auch als Trauraum für standesamtliche Trauungen nicht verfügbar. Und so wurde denn einstimmig beschlossen, den Saal im Gemeindehaus Ottenhofen als Trauraum zu widmen.

Die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft wird ebenfalls zur Widmung einen Beschluss fassen, so Bürgermeister Dr. Manfred Kern.

Verschiedene Verfahren erklärt

Mit dem Ortsteil Ottenhofen ging es dann auch weiter, denn hier steht eine Generalsanierung des Wasserleitungsnetzes an. In den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatten die Ottenhöfer ihr Leitungsnetz installiert und das hat nun naturgemäß dementsprechende Leckagen und Rohrbrüche.

Maximilian Rossmann vom Nürnberger Ingenieurbüro Hübner zeigte die nötigen Arbeiten auf und stellte die diversen Arbeitsweisen wie Einbringung der neuen Leitungen durch Spülrohrverfahren, offenen Leitungsbau oder Berstverfahren vor. Bei letzterem werden die neuen Leitungen in das vorhandene Leitungssystem eingebracht. 2300 Meter Hauptleitungen, 1100 Meter Hausleitungen und 700 Meter „sonstige Leitungen“ müssen ersetzt werden und erfordern knapp 2,4 Millionen Euro, wovon ein guter Teil förderfähig ist. Ein Förderantrag wird dem Wasserwirtschaftsamt Ansbach vorgelegt, waren sich die Räte einig.

Die Bauzeit bezifferte der Ingenieur auf etwa eineinhalb Jahre. Gemeinderat Christian Merz regte an, im Zuge dessen Glasfaserleitungen oder Leerrohre mit zu verlegen, wo dies möglich ist.


Von Gerhard Meierhöfer
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