Unter dem Motto „Ins Licht gerückt“, zeigt das Kunstforum die künstlerische Vielfalt seiner Mitglieder. Die abwechslungsreiche Werkschau, die von Malerei bis Objektkunst an die einhundert Kunstwerke aufweist, ist noch bis 5. Januar 2025 im Kunsthaus Reitbahn 3 zu sehen.
Die Mitgliederausstellung gibt kein Thema vor, sondern überlässt die künstlerische Auswahl den jeweiligen Künstlerinnen und Künstlern. So entstanden ganz unterschiedliche Werke, überwiegend aus den vergangenen Jahren.
Etwa 60 Kunstschaffende haben Werke eingereicht, die das aktuelle Schaffen spiegeln. Den Besucherinnen und Besuchern eröffnen sich etliche Themenbereiche, Materialien oder auch Darbietungsformen.
Zu entdecken gibt es unter anderem fotografische Arbeiten, Malerei, Collagen oder auch Objekte. Wie schon in den vergangenen Jahren, nimmt Malerei zwar einen großen Teil ein, stellt sich aber auf ganz unterschiedliche Weise vor.
So gibt es Aquarelle, Öl- und Acrylmalerei, Tusche, aber auch Arbeiten mit Buntstiften oder als Linoldruck. Sie zeigen lokale Eindrücke, etwa „am Scheerweiher“, ein Aquarell von Rainer Fetz, oder auch Johannes Vetters zweiteiliges Werk „halb voll, halb leer“, das in einzelnen Bildern zwei Gläser zeigt, eines in Grautönen, das andere im leuchtenden Orangerot. Henrike Eckhardt lässt ein „Fränkisches U-Boot in Seenot“ geraten, Drei-im-Weckla vor einem gefräßigen Maul mit rot-weißen Zacken. Eine Anspielung auf das Wappen Frankens etwa?
Die gezeigten Fotografien beleben die Ausstellung mit ihrer künstlerischen Ausführung. Darunter etwa Gabriele Metzgers „Hamburg maritim“. Die abstrakte Fotografie zeigt die Elbphilharmonie, umspielt sie aber mit einer ganz besonderen Aura.
Naturmaterialien, in diesem Werk violette, getrocknete Safranblüten und gelbe Safranfäden dienen Susanne Wolf als Werkstoff für ihre Bild-Installation „hiesig + heurig – Safranernte 2024 in Mittelfranken“.
„Irgendwo oder Nirgendwo“ nennt Suhwan Park seine Schnitzarbeit aus Apfelholz, weiche runde Formen, filigran gearbeitet.
„Grün im Quadrat“ zeigt sich Barbara Wolfs bemaltes Acrylglas, das sie mit einer Papiercollage als Untergrund präsentiert. Unterschiedliche Bildimpressionen ergeben sich für die Betrachterinnen und Betrachter, je nach Blickwinkel.
Ausgediente oder einfach gefundene Materialien geben den Objekten von Jochen Sturm eine ganz eigene Ausstrahlung und irgendwie auch einen Wiedererkennungswert. So etwa eine alte Tuba, die seinem „Koloss von Tubassi“ als Körper dient, mit Augen und einem Haarschopf besonderer Art.
Die Mitgliederausstellung ist so reichhaltig, dass die genannten Werke nur auszugsweise und stellvertretend für alle beteiligten Künstlerinnen und Künstler die enorme Bandbreite stehen können.
Zu sehen ist die Ausstellung „Ins Licht gerückt“ noch bis 5. Januar 2025. Geöffnet ist die Werkschau am Neujahrstag von 14 bis 17 Uhr, Donnerstag bis Sonntag, jeweils 14 bis 17 Uhr, Samstag zudem von 10 bis 13 Uhr.