Das Heimatmuseum Spatz in Ehingen zeigt Traditionen der Konfirmation | FLZ.de

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Veröffentlicht am 15.05.2025 13:37

Das Heimatmuseum Spatz in Ehingen zeigt Traditionen der Konfirmation

Mit seinen Töchtern Christiane und Katharina (von links) erzählte Wolfgang Spatz über die Ausstellung mit Erinnerungsstücken zum Thema „Konfirmation“. Die Schau ist derzeit im Eingangsbereichs seines Heimatmuseums in Ehingen zu sehen. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Mit seinen Töchtern Christiane und Katharina (von links) erzählte Wolfgang Spatz über die Ausstellung mit Erinnerungsstücken zum Thema „Konfirmation“. Die Schau ist derzeit im Eingangsbereichs seines Heimatmuseums in Ehingen zu sehen. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Mit seinen Töchtern Christiane und Katharina (von links) erzählte Wolfgang Spatz über die Ausstellung mit Erinnerungsstücken zum Thema „Konfirmation“. Die Schau ist derzeit im Eingangsbereichs seines Heimatmuseums in Ehingen zu sehen. (Foto: Friedrich Zinnecker)

Eine Ausstellung mit Erinnerungsstücken zum Thema „Konfirmation“ ist derzeit im Eingangsbereich des Heimatmuseums Spatz in Ehingen (Landkreis Ansbach) zu sehen. Zuvor waren die Exponate auf die 700 Quadratmeter des Gebäudes verteilt und seien oft nicht genügend beachtet worden, erklärte Museumsleiter Wolfgang Spatz.

Die am Sonntag, 18. Mai, in Ehingen stattfindende Konfirmation war der Anlass, die Schau mit zum Teil über 100 Jahre alten Stücken zusammenzustellen. Auch Christiane und Katharina, die Töchter von Wolfgang Spatz, zeigten sich der Thematik gegenüber sehr aufgeschlossen. Sie werden 2026 beziehungsweise 2028 konfirmiert.

Über den Brauch des Patendanks

Eine Veranstaltung der Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Neustadt/Aisch, die Wolfgang und Alexandra Spatz besucht haben, entfachte insgesamt das Interesse an Erinnerungskultur und die Gesprächsanreize, die diese bietet.

Im Eingangsbereich des Heimatmuseums werden Teller und Tassen sowie Bilder und Bibeln präsentiert. Bei Führungen erfahren die Besucherinnen und Besucher anhand der Ausstellungsstücke etwa viel über den Patendank. Große gerahmte Bilder aus dem Jahr 1916 und aus den Jahren danach zeigen damals übliche gedruckte, wohlgesetzte und kunstvoll gestaltete Verse. Heutzutage sind an deren Stelle ein Blumengebinde und ein paar freundliche Worte getreten.

Kleidung und Farben änderten sich mit der Zeit

Deutlich sichtbar wird auch die Veränderung im äußeren Erscheinungsbild. Die Mädchen trugen schwarze Handschuhe und dunkle Haarschleifen. Schlichte, meist sehr dunkle Kleidung bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurde inzwischen längst von Kleidung in modischen hellen Farben abgelöst. Zu sehen gibt es auch alte Aufnahmen der goldenen Konfirmation, die 50 Jahre später gefeiert wird. In Ehingen findet im Gegensatz zu anderen evangelischen Kirchengemeinden nach 25 Jahren keine silberne und nach 60 Jahren keine diamantene Konfirmation statt.

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Für Wolfgang Spatz, dessen Fundus insgesamt 10.000 Exponate umfasst, gilt, unabhängig von der unterschiedlichen Feierkultur, überall die Devise: „Altes muss bewahrt werden, um für die Nachwelt erhalten zu bleiben.“ Nach der Konfirmation-Ausstellung will Familie Spatz den Fokus auf ein weiteres Thema richten, hieß es.

Die Ausstellung ist bis zum 15. Oktober zu sehen und nach vorheriger Anmeldung unter der Telefonnummer 09835/977723 zugänglich.


Von Friedrich Zinnecker
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