In seiner letzten Sitzung der zu Ende gehenden Wahlperiode hat der Marktgemeinderat Lehrberg den Haushalt für das laufende Jahr mit einem Gesamtvolumen von 10,282 Millionen Euro beschlossen.
Der Haushaltsplan sei, so betonte es Bürgermeisterin Renate Hans, gewissenhaft aufgestellt und im Finanzausschuss des Marktgemeinderates ausführlich erörtert worden. Im Ausschuss hatten bereits die Vertreter aller drei im Gemeinderat vertretenen Gruppierungen dem Zahlenwerk zugestimmt.
Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von 7,608 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt von 2,673 Millionen Euro. Der Gewerbesteuersatz liegt weiter bei 320 Prozentpunkten, der Hebesatz für die Grundsteuer A bei 350 Prozentpunkten und bei der Grundsteuer B bei 270 Prozentpunkten.
Eine Kreditaufnahme ist heuer nicht vorgesehen. Für den Kämmerer der Marktgemeinde, Thomas Raßbach, war es das letzte Mal, dass er dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit einen Haushalt vorstellte. Er wird im Februar kommenden Jahres in den Ruhestand gehen und dann werden seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger im April den Haushalt verantworten.
Die Marktgemeinde Lehrberg mit ihren 51 Quadratkilometern Fläche und 3105 Einwohnern wird im Laufe des Jahres einen Kämmerer einstellen müssen, und es sei geplant, so berichtete Raßbach, auch einen Geschäftsstellenleiter einzustellen. Die bisher von ihm übernommenen Aufgaben sollen auf zwei Mitarbeiter verteilt werden.
Er erläuterte das Zahlenwerk und berichtete, dass er heuer mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 1,378 Millionen Euro rechnet. Im vergangenen Jahr wurden 1,317 Millionen Euro Gewerbesteuer eingenommen. Weitere große Einnahmequellen sind der Anteil an der Einkommensteuer in Höhe von 2,095 Millionen Euro, der Anteil an der Umsatzsteuer von 74.900 Euro, den Schlüsselzuweisungen in Höhe von 1,325 Millionen Euro und der Einkommensteuerersatzleistung in Höhe von 156.300 Euro. Die Marktgemeinde muss an das Landratsamt 1,97 Millionen Euro an Kreisumlage überweisen.
Im Vermögenshaushalt, so Raßbach, sind 36.000 Euro für die Sanierung des Kriegerdenkmals im Ortsteil Obersulzbach, 150.000 Euro für Brückensanierungen und Brückenprüfungen, 126.000 Euro für Maßnahmen der Städtebauförderung, 30.000 Euro für den Radwegebau in Richtung Weihenzell, 40.000 Euro für das Wasserschutzprogramm boden:ständig und 20.000 Euro für ein neues Fahrzeug für den gemeindlichen Bauhof vorgesehen.
Für den Bereich Abwasserbeseitigung wurden für die Sanierung der Abwasserbeseitigungsanlage Obersulzbach eine Million Euro und für die Phosphatfällung für die Kläranlage Lehrberg 140.000 Euro eingeplant. Für den Friedhof in Lehrberg sind für die Sanierung der Leichenhalle 200.000 Euro in diesem und weitere 400.000 Euro im kommenden Jahr eingeplant.
Für die Erweiterung und Sanierung des Gräberfeldes sind heuer 240.000 Euro und weitere 40.000 Euro für das kommende Jahr vorgesehen. Die Dorferneuerung Obersulzbach steht mit 50.000 Euro in den Büchern, und 110.000 Euro sind für den Bühlweg bei Obersulzbach gedacht.
Raßbach erwähnte auch, dass heuer die Auszahlung der Zuwendung für den Breitbandanschluss aus dem zweiten Förderverfahren mit 675.000 Euro erwartet wird. Für den Neubau des Wasserhochbehälters sind heuer 380.000 Euro, im Jahr 2027 1,6 Millionen Euro und im Jahr 2028 weitere 50.000 Euro in der Finanzplanung vorgesehen.
Die zu erwartenden Zuschüsse in Höhe von 776.500 Euro werde die Marktgemeinde wohl erst 2028 vom Freistaat erhalten. Die Tilgungsleistungen betragen heuer 283.100 Euro und die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt 426.000 Euro. Aus den Rücklagen müssen heuer 1,1 Millionen Euro entnommen werden. Im kommenden Jahr rechnet der Kämmerer mit einer Kreditaufnahme in Höhe von 1,992 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung wird von derzeit 259 Euro auf 168 Euro am Jahresende 2026 sinken.