Das Blaue Kreuz im Landkreis Neustadt plant in Uehlfeld einen Neubau | FLZ.de

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Veröffentlicht am 02.12.2024 09:57

Das Blaue Kreuz im Landkreis Neustadt plant in Uehlfeld einen Neubau

Maren Weickert informierte über den Ärztlichen Kreisverband. (Foto: Ute Niephaus)
Maren Weickert informierte über den Ärztlichen Kreisverband. (Foto: Ute Niephaus)
Maren Weickert informierte über den Ärztlichen Kreisverband. (Foto: Ute Niephaus)

Was macht eigentlich der Ärztliche Kreisverband? Weshalb plant das Blaue Kreuz, in Uehlfeld neu zu bauen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gab es in der Sitzung der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG), die dieses Mal im Blau-Kreuz-Zentrum in Rauschenberg stattfand.

Dessen Leiter und PSAG-Vorstandsmitglied Joachim Lorenz erklärte, dass die Auflagen in der bisherigen Einrichtung – es handelt sich um eine sozialtherapeutische Facheinrichtung für suchtkranke Frauen und Männer – nicht zu erfüllen sind. „Ein Neubau ist da sinnvoller.“ Als großes Manko nannte Lorenz, dass die Gebäude nicht behindertengerecht sind und auch dementsprechend kaum umbaubar sind. Man sei in einer Zwangslage.

Als Standort hat man in Uehlfeld ein Areal neben dem Seniorenheim ins Auge gefasst. Für das Gebäude ist eine barrierefreie und rollstuhlgerechte Bauweise in Kreuzform vor gesehen. 28 Plätze sind geplant – und damit zwei mehr als bisher.

Kosten liegen bei 8,5 Millionen Euro

Jeder Bewohner würde bei der Realisierung über ein rollstuhlgerechtes Einzelzimmer nebst eigenem Bad verfügen. Hinzu kommen Gemeinschaftsbereiche. Die Kosten bezifferte Lorenz auf zirka 8,5 Millionen Euro. So habe man es auch beim Bezirk beantragt, nun gehe das Ganze an die Regierung von Mittelfranken. „Es geht auch um die Fördergelder.“ Und da hofft man, dass diese möglichst hoch ausfallen. Das Blaue Kreuz setzt darauf, dass alles klappt. Der Wille sei jedenfalls da, und das sei wichtig.

Bis wann das Ganze realisiert sein soll, wollte einer der PSAG-Teilnehmer wissen. Laut Heimaufsicht sollte dies bis zum 31. Dezember 2026 der Fall sein. Lorenz geht jedoch davon aus, dass der erste Spatenstich nicht vor in einem Jahr erfolgen werde. Dann muss der Bau noch über die Bühne gehen.

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Standort hat viele Vorteile

Der Standort in Uehlfeld bringe viele Vorteile mit sich, hieße es. Die Bewohner können selbst in Läden gehen oder Ärzte besuchen. Von Rauschenberg aus stünden täglich Arztfahrten an. In seinem Bericht sprach Lorenz auch den schlechter werdenden Allgemeinzustand der Patientinnen und Patienten in der Einrichtung an.

Statt Arbeits- und Beschäftigungstherapie müsste man immer stärker auf Bastel- und Freizeitangebote umstellen. Die Frauen und Männer seien im Vergleich zu früher inzwischen geschädigter, wenn sie in die Einrichtung kommen. Vor 35 Jahren etwa hätten etliche noch bei der Renovierung der Räumlichkeiten geholfen. Inzwischen könne man niemanden mehr fit für den ersten Arbeitsmarkt machen.

Um ein ganz Thema ging es in einem weiteren Tagesordnungspunkt der PSAG-Sitzung. Maren Weickert, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, informierte über den Ärztlichen Kreisverband Neustadt/Aisch-Bad Windsheim mit Sitz in Ipsheim. Bei den Berufskammern handele es sich um rechtsfähige Personalkörperschaften des öffentlichen Rechts mit einer gesetzlichen Pflichtmitgliedschaft und Selbstverwaltung. Man habe einen staatlichen Auftrag und staatliche Pflichten.

Mitglieder aus rund 38 Ländern

„Wir sind aber nicht die Kassenärztliche Vereinigung“, machte Maren Weikert deutlich. Als Teil der Berufsvertretung der bayerischen Ärzte kümmere man sich um die Wahrnehmung der beruflichen Belange der Ärzte und die Förderung von Fortbildungen. Es wird überwacht, dass die ärztlichen Berufspflichten erfüllt sind. Ferner wirkt der Verband bei der öffentlichen Gesundheitspflege mit. Im hiesigen Landkreis habe man rund 472 Mitglieder, davon sind 182 Frauen. Die Medizinerinnen und Mediziner stammten aus 38 Ländern, hieß es.

Schnell ging gegen Ende der Versammlung die Wahl des PSAG-Vorstands über die Bühne. Der alte ist auch der neue Vorstand. Als Vorsitzende fungiert somit weiterhin Barbara Böhm. Mit im Team sind erneut Yvonne Munro (Leiterin der Psychosozialen Beratungsstelle der Diakonie) und Joachim Lorenz.

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