Informationen zu einer möglichen Beleuchtung in der Johanniterstraße in Bad Windsheim gab Stadtbaumeister Ludwig Knoblach in der Sitzung des Stadtrats. Wie sich herausstellte, wurden die Anwohner und Anwohnerinnen aber noch nicht informiert.
Es geht um die Umsetzung eines Lichtkonzepts, welches Diplom-Ingenieur Michael Müller von der Hochschule Coburg mit Studierenden erarbeitet und im Dezember 2023 im Stadtrat vorgestellt hatte. Der „Light-Faden“ legt den Fokus auf die Achse Freilandmuseum, Holzmarkt, Weinmarkt, Kegetstraße, Schüsselmarkt, Pastoriusstraße, Bürgerbrunnen, Johanniterstraße bis zum Kurpark. Neben einer Art Pollerbeleuchtung, die in regelmäßigen Abständen kegelförmig große Lichtpunkte auf den Gehweg und die Straße wirft, sollen auch Hausfassaden beleuchtet werden.
„Bei guter Vorplanung kann man sehr viel Geld sparen.“ Das hatte Müller den Stadträten und Stadträtinnen und der Verwaltung damals mit auf den Weg gegeben und das wolle man bei der Sanierung der Johanniterstraße nun befolgen, erklärte Knoblach. Im Zuge der Sanierung wolle man bereits Kabel oder auch Leerrohre einziehen, damit man die Straße später deswegen nicht wieder aufreißen müsse. Die Leitungen, auch für die Weihnachtsbeleuchtung, müssten ohnehin erneuert werden, betonte Wolfgang Eckardt (FWG), der wie sein Kollege Georg Gerhäuser (CSU) von einem „Attraktivitätsgewinn“ in der Straße sprach.
„Wir wollen unser kulturelles Kapital in Szene setzen“, betonte Knoblach und zeigte Bilder der Anwesen an der Johanniterstraße, welche man sich beleuchtet vorstellen könnte. „Wir können uns die schönsten Bildchen hier anschauen, wenn die Hausbesitzer nicht dabei sind, bringt es nichts“, sagte Matthias Oberth, der zuvor gefragt hatte, ob die Eigentümer und Eigentümerinnen im Vorfeld schon gefragt worden waren. Knoblach verneinte das.
Aber, die Gebäudeeigentümer und -eigentümerinnen seien es, die am Ende die Entscheidung treffen. Denn es seien ihre Häuser, die angestrahlt werden sollen. Man müsse die Anwohner und Anwohnerinnen mitnehmen und bei „guten Veranstaltungen“ informieren, hatte Müller 2023 geraten. Dies soll nun in einem weiteren Schritt geschehen. Für Sabine Detsch (SPD) ist das Vorgehen der Verwaltung „vollkommen unverständlich“. Sie finde es nicht gut, „dass die Hausbesitzer jetzt wieder aus der Zeitung davon erfahren.“