Thomas Beck erinnert sich noch gut an seinen ersten Summer-Breeze-Besuch. 2019 war das. Er sei gleich zum Fan geworden, sagt Dentleins Bürgermeister. Nach der Corona-Zwangspause ist er jedes Jahr auf der Metal-Sause gewesen.
Wenn Thomas Beck anfängt, zu erzählen, wird eines schnell klar: Er mag Festivals. Es gehe ihm um die Atmosphäre, um das gemeinsame Erlebnis, erklärt er. Die Musik stehe dabei nicht zwangsläufig im Vordergrund. Aufgewachsen sei er mit Techno und Metal. Er war schon auf der Loveparade, der Mayday, dem Nature One und der Street Parade in Zürich sowie dem Event Monsters of Rock. Vor Kurzem war er jetzt auf dem Klassik Open Air in Nürnberg.
Zu einem Summer-Breeze-Besuch „drängten” ihn Freunde und Bekannte: Er müsse dort unbedingt einmal hin. Seine Abstecher auf das Gelände in Dinkelsbühls Stadtteil Sinbronn versucht Thomas Beck, mit seinem Bürgermeisteramt zu vereinbaren. So mischt er sich unter der Woche am späten Nachmittag und am Abend jeweils für ein paar Stunden unter die zehntausende Metal-Fans.
Mit den Jahren ist es für Thomas Beck zu einem großen Wiedersehen geworden. Er trifft Freunde und Bekannte, knüpft neue Kontakte, die teilweise auch halten. „Phänomenal” findet Dentleins Bürgermeister, dass auf dem Festival der soziale Status egal sei, alle gleich seien. Er habe etwa schon Männer kennengelernt, die im „wirklichen Leben” als Richter, Staatsanwalt und Chefarzt tätig waren. Ebenfalls begeistert ist er davon, wie die Besucherinnen und Besucher miteinander umgehen, dass sie zu einer Gemeinschaft werden. Das Open Air selbst ist für ihn „ein Gewinn für die Region”.
Von den weit über 100 Bands, die bei Summer Breeze auftreten, kennt Thomas Beck laut eigener Aussage nur einen Bruchteil. Drei Bands, die er entweder schon kennt, die nach „Reinhören” sein Interesse geweckt haben oder die ihm empfohlen wurden, suche er sich immer aus, bei denen stehe er dann vor der Bühne. Dieses Mal zählten unter anderem In Extremo und Within Temptation dazu. (Bilder vom Summer-Breeze-Festival auf der folgenden Seite, weiterer Bericht auf „Westmittelfranken”).