Dankesworte in Lichtenau: Letzte Sitzung für Markus Nehmer als Bürgermeister | FLZ.de

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Veröffentlicht am 28.04.2026 12:13

Dankesworte in Lichtenau: Letzte Sitzung für Markus Nehmer als Bürgermeister

In Lichtenau wurden die ausscheidenden Ratsmitglieder sowie Bürgermeister Markus Nehmer (vorne, graues Jackett) und sein Stellvertreter Friedrich Bauer (hinten links, blaues Hemd) verabschiedet. Einige fehlen auf dem Foto. (Foto: Andrea Walke)
In Lichtenau wurden die ausscheidenden Ratsmitglieder sowie Bürgermeister Markus Nehmer (vorne, graues Jackett) und sein Stellvertreter Friedrich Bauer (hinten links, blaues Hemd) verabschiedet. Einige fehlen auf dem Foto. (Foto: Andrea Walke)
In Lichtenau wurden die ausscheidenden Ratsmitglieder sowie Bürgermeister Markus Nehmer (vorne, graues Jackett) und sein Stellvertreter Friedrich Bauer (hinten links, blaues Hemd) verabschiedet. Einige fehlen auf dem Foto. (Foto: Andrea Walke)

Die zeitliche Spanne ist groß: Zwischen sechs und 30 Jahren gehörten die ausscheidenden Gemeinderatsmitglieder dem Gremium in Lichtenau an. In der letzten Sitzung dieser Wahlperiode wurden sie offiziell verabschiedet, ebenso wie Bürgermeister Markus Nehmer (SPD) und sein Stellvertreter Friedrich Bauer (UWG).

Friedrich Bauer gehört dem Gemeinderat seit 1996 ununterbrochen an, seit 2008 als stellvertretender Bürgermeister. Bauer sei ein wichtiger Ansprechpartner und eine große Unterstützung gewesen, sagte Nehmer. Die Zusammenarbeit sei von gegenseitigem Respekt geprägt gewesen. „Dein Einsatz in den vergangenen Jahren war weit mehr als selbstverständlich.“

Nicht den Kopf in den Sand stecken

Er habe sein Ehrenamt immer als Dienst an den Bürgerinnen und Bürgern verstanden, machte Friedrich Bauer deutlich. Auch wenn die „guten Jahre” vorbei seien und Ausgaben priorisiert werden müssten, dürfe man den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern müsse mit den Menschen diskutieren.

Ebenfalls seit 30 Jahren ohne Pause engagiert sich Reinhold Schiefer (UWG). Er habe sein Wissen von früher mit dem Weitblick für die Zukunft kombiniert und es verstanden, „mit scharfem Sachverstand die Materie zu durchdringen”, so Nehmer. Seine über Jahrzehnte gewonnenen Kenntnisse über Lichtenau und Oberrammersdorf habe Rainer Buckel (CSU) ab 1993 eingebracht. Bis 2008 war er Gemeinderat, dann bis 2014 Ortssprecher von Oberrammersdorf. Vor zwölf Jahren wurde er erneut in den Gemeinderat gewählt.

Seine vielfältige Erfahrung steuert Roland Treiber (UWG) seit 2008 bei – bis 2014 als Ortssprecher von Herpersdorf, anschließend als Gemeinderat. Nehmer hob ihn als „wichtigen Baustein nicht nur im Bauausschuss” hervor, dem eine sinnvolle Planung mit möglichst niedrigen Planungskosten wichtig gewesen sei. Treiber bedankte sich bei allen Ratskollegen und der Verwaltung. Den Neuen wünschte er eine konstruktive und faire Zusammenarbeit. „Denkt dran, es geht um die Gemeinde, nicht um einzelne Vereinigungen oder Parteien.“

Wissen bis ins Detail eingefordert

Manfred Willer (CSU) wurde 2014 ins Gremium gewählt. Er habe in seiner Amtszeit viele überlegte und sinnvolle Aussagen beigetragen. Nach ihrer ersten Amtsperiode scheidet Sandra Ramos (SPD) aus. „Kritische Fragen waren ihr wichtig, um ein Wissen bis ins Detail zu bekommen”, stellte Nehmer fest. Auch Julia Hillmann (SPD), die ebenfalls vor sechs Jahren zum ersten Mal gewählt wurde, ist ab Mai nicht mehr Teil des Gremiums. „Ich habe immer sehr geschätzt, dass du dich eingebracht hast, hauptsächlich für die Jugendlichen”, so der Bürgermeister.

Ebenfalls verabschiedet wurde Christian Keil (SPD), der dem Gemeinderat als Listennachfolger von Manfred Meyer seit Juli 2022 angehört und Lob für seine engagierte Arbeit ausgesprochen bekam. „Kritische Fragen waren sein Markenzeichen, immer geprägt von Respekt.” Am kürzesten dabei war Johanna Irg (UWG), die als Listennachfolgerin von Friedrich Ammon im Dezember 2022 ihr Amt antrat. Sie war nicht anwesend, deshalb wird ihre Ehrung nachgeholt. Ebenso verabschiedet wurden die Ortssprecher beziehungsweise -beauftragten Helmut Stützer (Waltendorf), Arnfried Zimmermann (Büschelbach) und in Abwesenheit Hans Scheuerpflug (Gotzendorf).

Friedrich Bauer dankte dem scheidenden Bürgermeister Markus Nehmer für dessen Arbeit. Seine Laufbahn in der Gemeinde habe Nehmer schon vor langer Zeit begonnen, erinnerte er. „Du warst als Schüler Ferienarbeiter im Bauhof.” Bereits vor seinem beruflichen Wegzug habe sich Nehmer als Gemeinderat engagiert. Nach seiner Rückkehr habe er sich dann den Aufgaben eines Rathauschefs gestellt, anfangs noch ausgebremst von der Corona-Pandemie.

Reich an Erlebnissen

In seiner Abschlussrede blickte Nehmer auf sechs Jahre zurück, die schnell vergangen und doch reich an Erlebnissen gewesen seien. Wie sehr ihn das Amt auch menschlich prägen würde, habe er zu Beginn nicht ahnen können, sagte er. Wichtig sei ihm immer gewesen, die Ehrenamtlichen zu unterstützen, sie seien „das Herz von Lichtenau“. Die Zusammenarbeit im Gemeinderat erlebte er als konstruktiv.

Nehmer wünschte den neuen Räten, dass sie ihre Entscheidungen mit Blick auf das Wohl der Gemeinde treffen, und seinem Nachfolger Florian Szaefer alles Gute sowie Vertrauen in die eigenen Entscheidungen. In Erinnerung bleiben werden ihm die vielen Begegnungen in seiner Amtszeit, bemerkte Markus Nehmer. „Ich werde unserer Gemeinde weiterhin verbunden bleiben, wenn auch in einer anderen Rolle. Es war mir eine große Ehre, hier Bürgermeister sein zu dürfen.“


Andrea Walke
Andrea Walke
... ist Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach und seit Dezember 2012 bei der FLZ. Sie fühlt sich in Rathäusern genauso wohl wie in Gerichtssälen und trifft am liebsten Menschen, die eine interessante Geschichte zu erzählen haben. Seit 2017 betreut sie redaktionell die Aktion "FLZ-Leser helfen".
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