Fußball-Zweitligist Energie Cottbus hat Leon Guwara für die restliche Saison in den Kader zurückgeholt. Der 30 Jahre alte Außenverteidiger erhielt einen neuen Vertrag, wie Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel am Freitag gegen den 1. FC Nürnberg (18.30 Uhr) mitteilte. Guwara hatte bereits in der vergangenen Aufstiegssaison in der Lausitz unter Vertrag gestanden und in den letzten Wochen mit der Mannschaft trainiert.
„Leon ist ein Spieler, der gar nicht in der 2. Liga spielen dürfte aufgrund seiner Qualität und seines Potenzials“, lobte der 61-Jährige den Verteidiger. Der gebürtige Kölner besitzt gute Chancen, aufgrund der gesundheitlichen Probleme von Kapitän Axel Borgmann bereits gleich am Freitag in der Startelf zu stehen.
Aufgrund von wirtschaftlichen Zwängen kam es nicht schon vorher zu einer Vertragsverlängerung. „Wir müssen um jeden Cent kämpfen - mehr als andere“, sagte Wollitz. Einmal mehr verwies Wollitz darauf, dass der Verein Strukturen aufbauen müsse und dieser Vorgang noch einige Jahre dauern werde, „hoffentlich in der zweiten Liga“.
Zugleich nimmt der ehemalige Profi den kommenden Gegner als Vorbild. So habe Nürnberg auch über Jahre schwierige Situationen gemeistert und dabei Entwicklung und Struktur geschaffen, „die wir noch nicht haben können“, sagte Wollitz. Als Beispiel nimmt der Trainer den Nürnberger Stürmer Mohamed Ali Zoma, den der aktuelle Tabellenzweite im Sommer trotz eines Gebots über 20 Millionen Euro nicht abgegeben hat. Nürnberg habe bei viel Gegenwind in den letzten Jahren Vernunft gezeigt und am eingeschlagenen Weg festgehalten. „Jetzt bekommt man die Belohnung mit individueller Qualität“, sagte Wollitz.
Trotz der Eloge fordert Wollitz von seinem Team den absoluten Fokus auf das Spiel und hofft, dass seine Spieler - anders als bei der 1:3-Niederlage bei Darmstadt 98 am vergangenen Wochenende - auch die sehr guten Torchancen nutzt. „Es treffen zwei spielstarke Mannschaften aufeinander. Das kann den einen oder anderen Raum geben“, sagte Wollitz und ergänzte: „Cottbus hat zwölf Jahre auf ein Flutlichtspiel im eigenen Stadion in der zweiten Liga gewartet. Da müssen wir auch in diesem Spiel überzeugt sein und unsere DNA zeigen.“
© dpa-infocom, dpa:261014-930-838508/1