Christian Neureuthers Trauer: „Muss Schmerz aushalten“ | FLZ.de

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Veröffentlicht am 11.04.2026 10:45

Christian Neureuthers Trauer: „Muss Schmerz aushalten“

Rosi Mittermaier und Christian Neureuther: Eine Liebe fürs Leben. (Archivbild)  (Foto: Tobias Hase/dpa)
Rosi Mittermaier und Christian Neureuther: Eine Liebe fürs Leben. (Archivbild) (Foto: Tobias Hase/dpa)
Rosi Mittermaier und Christian Neureuther: Eine Liebe fürs Leben. (Archivbild) (Foto: Tobias Hase/dpa)

Auch drei Jahre nach dem Tod von Skilegende Rosi Mittermaier ist für ihren Mann Christian und Sohn Felix der große Verlust immer noch schwer zu ertragen. „Ich habe eins gelernt und das ist für mich, dass ich Schmerz aushalten muss und andere mit meinen Gefühlen nicht runterziehen will“, sagte der 76-Jährige in der ZDF-Sendung „Terra Xplore“.

In der Reportage mit dem Namen „Die Neureuthers - was macht einen Papa aus?“ ist zu sehen, wie eng das Verhältnis von Vater und Sohn ist. Sie teilen ihre Trauer und Gefühle. „Ich kann bei ihm weinen“, sagte Christian Neureuther. Sein Sohn gebe im Halt und Kraft.

Aber er ziehe Grenzen und teile nicht alle Ängste mit ihm. „Ich bin schon extrem sensibel, extrem – furchtbar, leidend. Ich schlafe nächtelang nicht, weil ich mir Sorgen mache“, erzählte Neureuther. Er wolle das aber nicht weitergeben, so Neureuther mit einem Blick zu seinem Sohn.

Sohn Felix verbirgt Tränen vor seinen Kindern

Die zweimalige Olympiasiegerin Rosi Mittermaier war am 4. Januar 2023 im Alter von 72 Jahren im Kreise ihrer Familie an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Sie und Christian Neureuther, selbst in den 1970er Jahren einer der weltbesten Slalomläufer, waren seit Juni 1980 verheiratet. Tochter Ameli und Sohn Felix machten das Familienglück perfekt.

Felix Neureuther geht mit seiner Trauer anders um. Der 42-Jährige, der mit der früheren Biathletin Miriam Neureuther verheiratet ist, weint nicht vor seinen Kindern. „Ich versuche schon, da relativ hart zu sein. Warum soll ich die Kinder in was reinziehen. Die sollen doch sehen, dass es dem Papa eigentlich gut geht“, erklärte er. 

Seine zwei Töchter und zwei Söhne seien vielleicht „noch zu klein“, um diese traurigen Emotionen zu verstehen. „Vielleicht ändert sich das ja später“, sagte Neureuther.

© dpa-infocom, dpa:260411-930-931146/1


Von dpa
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