Chemieunfall bei Firma in Sinbronn: Mitarbeiter mit Blausäure kontaminiert | FLZ.de

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Veröffentlicht am 28.09.2026 16:41, aktualisiert am 29.09.2026 11:02

Chemieunfall bei Firma in Sinbronn: Mitarbeiter mit Blausäure kontaminiert

Insgesamt waren rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei vor Ort.  (Foto: dpa/Tizian Gerbing)
Insgesamt waren rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei vor Ort. (Foto: dpa/Tizian Gerbing)
Insgesamt waren rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei vor Ort. (Foto: dpa/Tizian Gerbing)

Bei einem Betriebsunfall in einem Unternehmen in der Amperestraße ist am Montagmittag ein 29-jähriger Mitarbeiter mit einem Blausäuregemisch in Kontakt gekommen. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften rückte daraufhin an.

Wie die Polizei mitteilt, führte der 29-jährige Mitarbeiter alleine Wartungsarbeiten an zwei Filterpumpen durch. Nach bisherigen Ermittlungen trennte der Mann dabei versehentlich die Stromzufuhr der falschen Pumpe vom Netz. In der Folge trat ein Blausäuregemisch aus der Anlage aus.

Der Mitarbeiter trug eine Ganzkörperschutzkleidung. Das Gemisch tropfte jedoch von oben herab und gelangte über die Luftöffnungen in den Schutzanzug. Dadurch wurde der Mann kontaminiert.

Auch weitere Bereiche der Werkshalle waren von dem Austritt betroffen. Der Gefahrenbereich blieb nach Angaben der Polizei jedoch zu jedem Zeitpunkt auf das Gebäudeinnere begrenzt. Für Personen außerhalb der Halle bestand keine Gefahr.

Rund 150 Einsatzkräfte waren vor Ort. Neben Polizei, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk (THW) waren Feuerwehren aus Sinbronn, Dinkelsbühl, Wilburgstetten, Mönchsroth, Schopfloch und Schnelldorf sowie Fachberater für ABC-Gefahren im Einsatz. Die Feuerwehr kümmerte sich um die Bereinigung und Dekontamination des betroffenen Bereichs.

Nach dem Unfall konnte zunächst eine lebensgefährliche Verletzung des 29-Jährigen nicht ausgeschlossen werden. Nach aktuellem Stand blieb der Mitarbeiter jedoch offenbar ohne weitere gesundheitliche Folgen. Er konnte die Klinik inzwischen wieder verlassen.

Die Berufsgenossenschaft wurde eingeschaltet und führte gemeinsam mit den Ermittlungsbehörden bereits eine Begehung der Unfallstelle durch. Nach bisherigem Ermittlungsstand gibt es keine Hinweise auf Fremdeinwirkung oder ein Verschulden Dritter.

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