Cannabis am Meadow Festival: Warum sich die Polizei eine „Bubatz-Area” wünscht | FLZ.de

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Veröffentlicht am 13.06.2025 15:19, aktualisiert am 20.06.2025 13:31

Cannabis am Meadow Festival: Warum sich die Polizei eine „Bubatz-Area” wünscht

Die Arbeiten auf dem Meadow-Festival-Gelände bei Dorfgütingen laufen auf Hochtouren. Bereits seit Wochenbeginn sind die Zäune aufgestellt. Dabei wurde eine Fläche als Bubatz-Area für Cannabis-Konsumenten, die älter als 18 Jahre alt sind, abgetrennt. Ihnen weist dieses Banner den Weg.  (Foto: Peter Zumach)
Die Arbeiten auf dem Meadow-Festival-Gelände bei Dorfgütingen laufen auf Hochtouren. Bereits seit Wochenbeginn sind die Zäune aufgestellt. Dabei wurde eine Fläche als Bubatz-Area für Cannabis-Konsumenten, die älter als 18 Jahre alt sind, abgetrennt. Ihnen weist dieses Banner den Weg. (Foto: Peter Zumach)
Die Arbeiten auf dem Meadow-Festival-Gelände bei Dorfgütingen laufen auf Hochtouren. Bereits seit Wochenbeginn sind die Zäune aufgestellt. Dabei wurde eine Fläche als Bubatz-Area für Cannabis-Konsumenten, die älter als 18 Jahre alt sind, abgetrennt. Ihnen weist dieses Banner den Weg. (Foto: Peter Zumach)

Wenn Ende des Monats, vom 26. bis 29. Juni, die Musikfans zum Meadow Festival in Dorfgütingen (Landkreis Ansbach) einfallen, sind sicherlich auch etliche Cannabis-Konsumenten darunter. Damit rechnet jedenfalls der Veranstalter. Er richtet für diese Klientel eine eigene „Bubatz-Area” auf dem Festivalgelände ein.

Solch eine Bubatz-Area (Bubatz ist ein Modewort für Cannabis) gab's schon bei der Premiere im vorigen Jahr, berichtet Benedikt Ambrosius von der Diamond Event UG, die diese Veranstaltung auf die Beine stellt. Und voriges Jahr, so Ambrosius, „hatten wir massig Gegenwind, vor allem vom Roten Kreuz und von der Polizei in Feuchtwangen”, solch einen Bereich einzurichten.


Die Idee kam gar nicht von uns.

Benedikt Ambrosius

Cannabis zählt seit April 2024 zu den weitgehend legalen Drogen. In Bayern sind Politik und Sicherheitsbehörden bekanntermaßen skeptisch. Wegen der anfänglich vieldiskutierten Legalisierung, schlug die Stadt den Veranstaltern solch eine Hasch-Zone vor. „Die Idee kam gar nicht von uns”, sagt Ambrosius.

Heuer, so verrät er, war man von Veranstalterseite gar nicht mal so sicher, ob so ein Sonderbereich wieder eingerichtet werden sollte: „Wir wollten tatsächlich diese Bubatz-Area weglassen.” Doch beim routinemäßigen Sicherheitsgespräch, das es im Vorfeld solcher Festivals mit der Stadt, der Polizei und den Rettungsdiensten gibt, habe die Feuchtwanger Inspektion „mehr oder weniger darauf bestanden, dass wir sie wieder machen”.

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Meadow-Organisatoren als „verlässliche Veranstalter”

Denn offenkundig waren die Erfahrungen im vorigen Jahr gute. „Es hat gut funktioniert und gab keinerlei Probleme”, blickt Ambrosius zurück. Das bestätigt auch die Feuchtwanger Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion. Ohnehin gelten die Meadow-Veranstalter als zuverlässig, erklärte stellvertretender Inspektionsleiter Hans-Jürgen Döring. Die Polizei habe für das gesamte Festival ein Auge auf Ordnung und Sicherheit. Das gelte etwa für den Verkehr in den etwas engen Zufahrtswegen in Dorfgütigen. Der Veranstalter sei „sehr zugänglich und erfüllt alle Wünsche”, zeigte sich die Polizei optimistisch.

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Beim Cannabis kann und muss die Polizei seit dessen Legalisierung nicht mehr so viel tun wie zuvor. Allerdings bleibt freilich der Jugendschutz im Fokus - die Droge ist erst ab 18 Jahren legal. Doch darauf achtet der Veranstalter bereits selbst. Beim Zugang zur Bubatz-Area muss man am Sicherheitspersonal vorbei, das genau auf diese Altersgrenze sein Augenmerk richtet, erläutert Ambrosius.

Ambrosius merkt auch an, dass Cannabis auf Festivals gang und gäbe sei – auch schon vor der Legalisierung. „Das gab's schon immer, aber es wurde halt nicht darüber geredet.” Er selbst, so sagt er, sei kein Befürworter von Cannabis, aber auch kein Gegner.

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