Bunte Putzmittel: So schützen Sie Kinder vor Vergiftungen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 31.08.2026 17:06

Bunte Putzmittel: So schützen Sie Kinder vor Vergiftungen

Schranksicherung gegen Neugier: Bei kleinen Kindern im Haus sollten Reinigungsmittel und andere gefährliche Stoffe für den Nachwuchs unzugänglich sein. (Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn)
Schranksicherung gegen Neugier: Bei kleinen Kindern im Haus sollten Reinigungsmittel und andere gefährliche Stoffe für den Nachwuchs unzugänglich sein. (Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn)
Schranksicherung gegen Neugier: Bei kleinen Kindern im Haus sollten Reinigungsmittel und andere gefährliche Stoffe für den Nachwuchs unzugänglich sein. (Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn)

Sie haben ein Kleinkind zu Hause? Dann kann es sinnvoll sein, scharfe Reinigungsmittel gar nicht erst in den heimischen vier Wänden zu haben. Schließlich nehmen kleine Kinder gerne vieles in den Mund. Sind die Verpackungen der Reinigungsprodukte dann auch noch bunt, kann das die neugierigen Kleinen besonders zum Probieren verleiten.

Vorsicht ätzend

Und das mit Folgen: Verschluckt der Nachwuchs etwa WC- oder Backofenreiniger, Waschmittel-Pods oder Lacke, besteht laut der Aktion Das sichere Haus (DSH) die Gefahr einer Verätzung der Speiseröhre oder einer Vergiftung. Lagern Sie die Produkte also in jedem Fall so, dass Kinder nicht an sie herankommen können. Im Handel gibt es etwa spezielle Kindersicherungen für Schränke und Schubladen. Laut DSH sind hohe Schränke und Schubladen eine Option oder abschließbare Kästen und Hauswirtschaftsräume. 

Aber: „Sicherer ist es, beim Putzen auf natürliche Hausmittel wie Essig, Natron, Waschsoda oder Kernseife zu setzen“, so DSH-Geschäftsführerin Susanne Woelk. Dann besteht von vornherein weniger Vergiftungsgefahr.

Welche Mittel wie gefährlich werden können, kann man übrigens an den rot umrandeten, eckigen Warnsymbolen auf der Packung der Putzmittel erkennen. Nach dem global harmonisierten System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS) steht ein dickes Ausrufezeichen (GSH 07) beispielsweise für einen reizenden Stoff. Ein schwarzer Totenkopf mit gekreuzten Knochen (GSH 06) warnt vor akuter Toxizität. Bewahren Sie die riskanten Substanzen nur im Originalbehälter auf - dann besteht keine Verwechslungsgefahr. 

UFI-Code bereithalten

Sie befürchten, dass das Kind etwas Giftiges in den Mund genommen oder gar geschluckt hat? Dann können Sie sich an ein Giftinformationszentrum wenden. Die jeweiligen Telefonnummern finden Sie online. DSH rät, die jeweils regionale Nummer im Handy abzuspeichern. 

Gut zu wissen: Halten Sie bei einem Anruf am besten den 16-stelligen UFI-Code aus Buchstaben und Ziffern bereit, der auf der betreffenden Wasch- und Putzmittelpackung zu finden ist. An ihm können Giftnotrufzentralen erkennen, um welche Chemikalien es sich handelt - und die notwendigen Schritte schnell empfehlen. Zu finden ist der UFI-Code auf den Produktetiketten. Dort ist er zwar nicht immer an genau der gleichen Stelle aufgedruckt, er muss aber deutlich sichtbar sein - etwa in der Nähe des Handels- oder Markennamens oder bei den Gefahrenhinweisen.

© dpa-infocom, dpa:260831-930-610993/1


Von dpa
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