Bundesweiter Warntag 2026 in Ansbach und Co.: In diesen Orten heulen die Sirenen | FLZ.de

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 07.09.2026 08:13, aktualisiert am 10.09.2026 11:00

Bundesweiter Warntag 2026 in Ansbach und Co.: In diesen Orten heulen die Sirenen

Am 10. September werden die digitalen Zivilschutz-Sirenen auch in Westmittelfranken angesteuert. (Foto: Mirko Fryska)
Am 10. September werden die digitalen Zivilschutz-Sirenen auch in Westmittelfranken angesteuert. (Foto: Mirko Fryska)
Am 10. September werden die digitalen Zivilschutz-Sirenen auch in Westmittelfranken angesteuert. (Foto: Mirko Fryska)

Am Donnerstag, 10. September, schrillen um 11 Uhr in ganz Deutschland wieder die Handys und heulen die Sirenen: Zum bundesweiten Warntag werden akustische Zivilschutz-Maßnahmen getestet. In der Region beteiligen sich allerdings nicht alle.

So läuft die Handy-Alarmierung per „Cell Broadcast” ab

Neben den Sirenen sollen auch die Smartphones der Menschen laute Warntöne absondern und eine Probewarnung anzeigen. Wer sich zum Alarmzeitpunkt im Mobilfunknetz befindet, sollte eine entsprechende Meldung erhalten. Die Technik wird als „Cell Broadcast” bezeichnet. Auch die Katastrophenschutz-Apps NINA und KATWARN und BIWAPP sind in den Warntag integriert.

Uhrzeit für den bundesweiten Testlauf ist 11 Uhr: Handys und Sirenen werden zu diesem Moment zentral angesteuert. Gegen 11.45 Uhr soll zudem eine Entwarnungs-Meldung verschickt werden. Das betrifft ebenfalls die Sirenen: „Hierbei handelt es sich um einen gleichbleibenden Heulton, der eine Minute dauert”, beschreibt die Regierung von Mittelfranken.

Viele Standorte im Landkreis Ansbach erstmals dabei

Ein Novum ist der Warntag für viele Kommunen im Landkreis Ansbach: Sie haben zuletzt mit Digitaltechnik aufgerüstet und sind damit für die Warnsysteme ansteuerbar. Bis zum 31. Dezember 2027 sollen alle Sirenen im Landkreis umgerüstet sein, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts. „Mit der digitalen Alarmierung schaffen die Städte und Gemeinden eine moderne und zuverlässige Infrastruktur für den Bevölkerungsschutz“, lässt sich Landrat Marco Meier zitieren.

Mit von der Partie sind in diesem Jahr im Kreis Ansbach die Anlagen folgender Orte:

  • Adelshofen
  • Arberg
  • Bruckberg
  • Burgoberbach
  • Colmberg
  • Dietenhofen
  • Geslau
  • Gebsattel
  • Lichtenau
  • Neuendettelsau
  • Neusitz
  • Ornbau
  • Rügland
  • Sachsen b. Ansbach
  • Schnelldorf
  • Steinsfeld
  • Wassertrüdingen
  • Weidenbach
  • Weihenzell
  • Windsbach

Alle Sirenen der Stadt Ansbach sollen heulen

In Ansbach geben am Warntag alle 27 Sirenen im Stadtgebiet einen auf- und abschwellenden Heulton für eine Minute ab, teilt die Stadt Ansbach mit.

Mehr zum Thema Blaulicht

Im Rahmen einer Schauübung der Freiwilligen Feuerwehr Ansbach werden die Sirenen in der Kernstadt zudem am Dienstag, 15. September, um 17 Uhr ausgelöst. Damit wird die Notfallalarmierung der Feuerwehrleute getestet. Zudem werden damit alle Interessierten zu der Schauübung an der Promenade eingeladen. Dieser Alarm besteht aus einem einminütigen Dauerton, der zweimal unterbrochen wird.

Ausbau im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim läuft

Nach Auskunft von Kreisfeuerwehrsprecher Rainer Weiskirchen gestaltet sich die Lage im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim weniger einheitlich. Auch hier läuft die Ertüchtigung auf digitale Alarmsysteme. Weil der Ausbaufortschritt aber nicht einheitlich ist, könne es selbst innerhalb von Gemeinden Unterschiede je nach Standort geben.

Derzeit seien rund 80 von 220 Sirenen im Landkreis ertüchtigt und können entsprechend am Warntag teilnehmen.

Hinweis der Redaktion: Die Regierung von Mittelfranken hatte in einer Pressemitteilung keine teilnehmenden Sirenenstandorte im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim genannt. Allerdings sind auch hier Teile der Infrastruktur bereits ertüchtigt. Der Text wurde entsprechend angepasst.


Johannes Hirschlach
Johannes Hirschlach
Redakteur für Digitales
north