Nach zwei Schlägen saß der Hahn, das Bier floss, und Bürgermeister Hans Henninger konnte zusammen mit Günther Meyer von der Spalter Brauerei anstoßen. Zum Auftakt der Kirchweih in Flachslanden wurde erst der Mädchen-Baum mit einer Höhe von rund acht Metern aufgestellt, dann haben die Kerwabuam ihr knapp 28 Meter hohes Exemplar emporgewuchtet.
Der Vorsitzende Davin Dukes berichtete, dass sich die Gruppe sehr verjüngt habe. Viele der älteren Kerwabuam hätten aufgehört, und sehr viele jüngere waren heuer zum ersten Mal dabei. Insgesamt, so Dukes, besteht die Gruppe aus rund 35 Mitgliedern – inklusive Kerwamadli.
Heuer wurde der Kirchweihbaum, eine Fichte, zum zweiten Mal in Folge von der Familie Fischer aus Kettenhöfstetten gespendet. Vor einer Woche wurde der Baum gefällt, dann entastet und verziert. Heuer steht er im Zeichen der Europameisterschaft im Fußball.
Nach dem Aufstellen, das heuer erstmals von Benjamin Schmidt geleitet und von der Schützenkapelle musikalisch begleitet wurde, fand auf dem Marktplatz unter freiem Himmel der Bieranstich statt. Bürgermeister Hans Henninger hatte in der vergangenen Woche bereits zweimal mit den Kerwabuam geübt und Fässer angestochen, sodass der Anstich gut gelang.
Das Besondere an der Kirchweih in Flachslanden sei, so der Bürgermeister, dass sie ausschließlich unter freiem Himmel auf dem Marktplatz und den anliegenden Straßen stattfindet. Der Dorfkern vom Gasthof Rose und um den Marktplatz herum ist auch am Montag noch für den Verkehr gesperrt, sodass auf den Straßen ungestört gefeiert werden kann.
Aus Anlass der Kirchweih ist das Post- und Heimatmuseum in den neu eingerichteten Räumen am Marktplatz 10A auch am Kirchweihmontag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Der Heimatverein bietet Kaffee und Kuchen an.
Am Kirchweihsonntag tanzten am frühen Abend die Volkstanzkinder auf dem Marktplatz, anschließend gab es ein Standkonzert der Schützenkapelle.
Am Montag ist ab 10 Uhr Frühschoppen, und am Abend werden zum Ausklang der Kirchweih die Sieger des Bürgerschießens am Marktplatz geehrt.