Bürger kämpfen für Löschwasserbecken in Rosenbach | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 27.09.2024 20:30

Bürger kämpfen für Löschwasserbecken in Rosenbach

Vor Ort in Oberrosenbach machten sich die Mitglieder des Marktgemeinderates Flachslanden ein Bild vom Zustand des Löschwasserbeckens, dessen Erhaltung die Bürger fordern. (Foto: Alexander Biernoth)
Vor Ort in Oberrosenbach machten sich die Mitglieder des Marktgemeinderates Flachslanden ein Bild vom Zustand des Löschwasserbeckens, dessen Erhaltung die Bürger fordern. (Foto: Alexander Biernoth)
Vor Ort in Oberrosenbach machten sich die Mitglieder des Marktgemeinderates Flachslanden ein Bild vom Zustand des Löschwasserbeckens, dessen Erhaltung die Bürger fordern. (Foto: Alexander Biernoth)

Die Einwohner des Flachsländer Gemeindeteils Rosenbach kämpfen für den Erhalt ihres Löschwasserbeckens. Im Zuge der anstehenden Straßenbauarbeiten hatte Bürgermeister Hans Henninger geplant, den nicht mehr benötigten Löschteich zu verfüllen und zu rekultivieren.

In einer Petition, die am 11. September im Rathaus einging, wandten sich Bürger aus Oberrosenbach gegen die Verfüllung. Das Löschwasserbecken gehöre seit Generationen zum Ortsbild, und es sei ein Teil des Naturraums. Das Becken hat eine Größe von elf Metern Breite und 14 Metern Länge. Das Volumen wurde von den Rosenbacher Bürgern auf knapp 500 Kubikmeter geschätzt. Die Bewohner wiesen darauf hin, dass durch die Verfüllung die Quellen, die das Becken speisten, versiegen könnten. Dies könnte zu einer Schädigung des Ökosystems führen.

Wasserreserve im Brandfall

Außerdem diene der Teich als Wasserreserve im Brandfall, sei Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere, trage zur natürlichen Regulierung des Grundwasserspiegels bei, und die Quellen seien wichtiger Bestandteil des Ökosystems.

Die von 35 Bürgern unterzeichnete Petition bat die Marktgemeinde, den Weiher zu erhalten und alternative Lösungen zu prüfen, die die Bedürfnisse der Natur und der Gemeinschaft berücksichtigen. Bürgermeister Henninger unterstrich, dass das Becken kein positiver Teil des Ortsbildes sei, weil es ungepflegt sei und eine Gefahrenquelle darstelle.

Als Löschwasserreservoir sei es nicht nötig, und das Becken sei weder ein Biotop noch eine Ökofläche. Eine Verfüllung würde so gemacht, so der Bürgermeister weiter, dass das Quellwasser, das in das Becken fließt, direkt über ein Rohr in das Rosenbächlein geleitet werde.

Das könnte Sie auch interessieren
Zweistündiger Feuerwehreinsatz bei Markt Nordheim: Strohhaufen stand in FlammenFeuer in Waldstück im Ansbacher Westen: Polizei geht von Brandstiftung aus150 Jahre Feuerwehr Herrieden: Ein Festzug mit 1900 Teilnehmenden als HöhepunktWechselhafte Geschichte: Feuerwehr Ermetzhofen feiert 150-jähriges BestehenBei Trautskirchen wurden mehrere Feuerwehren zu einem Waldbrand gerufenFeuerwehr im Einsatz bei Brand in Feuchtwangen: Müllhaufen sorgte für RauchsäuleStrohballen nahe Oberhöchstädt brennt: Erst kürzlich brannte dort ein Traktor ausEin imposanter Festzug: Mehr als 1000 Menschen schlängeln sich durch GutenstettenOldtimertreffen in Hohenau: Großer Andrang trotz wechselhaften WettersUnfall bei Markt Erlbach: Auto landet in Straßengraben und kippt umPolizei vermutet technischen Defekt: Geparkter Pkw gerät in Geslau in BrandKellersauna lichterloh in Flammen: Brand in Neusitz verursacht großen SchadenAutobahnkreuz der A6 und der A7 bei Feuchtwangen: Fahrzeug brennt komplett ausKnallrot als Uniform-Ersatz: Warnwesten für Kinderfeuerwehren im Neustädter KreisInvestition in die Sicherheit: Schnelldorfer Feuerwehr hat neues Mehrzweckfahrzeug

Untergrund soll geprüft werden

Die Mitglieder des Marktgemeinderates machten sich vor Ort ein Bild von dem Löschwasserbecken, hörten die Einwände der Bürger und entschieden dann, dass das Becken nicht verfüllt werden soll. Es soll erhalten werden, die Einzäunung erneuert werden und der Umgriff gepflegt werden. Außerdem soll das Becken in nächster Zeit leergepumpt werden, um den Untergrund in Augenschein nehmen zu können.

Ohne Gegenstimme

Ohne Gegenstimme erteilte der Marktgemeinderat eine Grabungserlaubnis im Bereich eines Bodendenkmals. Die Eigentümerin des Anwesens Pfarrstraße 7 in Flachslanden beabsichtige, so berichtete Bürgermeister Hans Henninger, den Abbruch eines Stalls mit Futtertrog und einer Garage mit Schuppen.

Dem hatte der Rat bereits am 27. August zugestimmt. Die Gebäude stehen im Bereich des Bodendenkmals des kirchlichen Friedhofs, so dass die untere Denkmalschutzbehörde einen Antrag auf Grabungserlaubnis verlangt habe.

Diesem Antrag müsse der Marktgemeinderat noch zustimmen, so Henninger. Aus Sicht der Verwaltung bestehen keine Bedenken, und so stimmten die Ratsmitglieder zu.


Von Alexander Biernoth
north