Brücke über die Aisch: Der erste Akt fürs 8,5-Millionen-Euro-Projekt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 15.02.2025 13:19

Brücke über die Aisch: Der erste Akt fürs 8,5-Millionen-Euro-Projekt

Das Staatliche Bauamt Ansbach hat mit den Vorarbeiten für die neue Aischbrücke begonnen, nahe dem ehemaligen Gutenstettener Bahnhof wurden Bäume gefällt. (Foto: Johannes Zimmermann)
Das Staatliche Bauamt Ansbach hat mit den Vorarbeiten für die neue Aischbrücke begonnen, nahe dem ehemaligen Gutenstettener Bahnhof wurden Bäume gefällt. (Foto: Johannes Zimmermann)
Das Staatliche Bauamt Ansbach hat mit den Vorarbeiten für die neue Aischbrücke begonnen, nahe dem ehemaligen Gutenstettener Bahnhof wurden Bäume gefällt. (Foto: Johannes Zimmermann)

Der Blick auf das kleine Gewerbegebiet nahe dem ehemaligen Bahnhof von Gutenstetten (Landkreis Neustadt-Aisch-Bad Windsheim) ist derzeit so offen wie wohl noch nie. Grund dafür sind Vorarbeiten für das 8,5 Millionen Euro schwere Aischbrücken-Großprojekt des Staatlichen Bauamts in Ansbach. Weiden und Akazien mussten weichen, um Platz für das neue Bauwerk zu schaffen.

Nein, die Bagger rollen so schnell noch nicht an. Das sagt Michael Schätzl, beim Staatlichen Bauamt der Fachmann für alles rund um Brücken. Mitte/Ende Mai soll der Neubau Fahrt aufnehmen, dann aber darf man keine Bäume mehr fällen. Das Naturschutzgesetz will es so. Deshalb mussten bereits jetzt die Männer mit den Kettensägen anrücken und prägende Bäume an und nahe der Aisch fällen. Diese wären sonst im Weg gestanden.

Aus den Bäumen werden Stecklinge

Baumstümpfe und Schnittgut zeugen noch von der Aktion. Teile davon werden jetzt zwischengelagert und später als Ausgleich im Uferbereich als Totholz wieder eingebaut – für Insekten und anderes Getier als Futter und Lebensraum. Aus den Weiden-Überresten werden auch neue Stecklinge gezogen, informiert Michael Schätzl, ein Teil der stattlichen Exemplare lebt an der Stelle also auch künftig weiter. „Das ist mit der Unteren Naturschutzbehörde auch so abgestimmt.“

Das Schnittfenster zeigt schon grob an, wo der Brückenneubau später verlaufen soll – leicht östlich des Bestandsexemplars. „Damit wir einen schönen Radius bekommen, müssen wir zwei Felder der jetzigen Brücke abbrechen“, erklärt der Vertreter des Staatlichen Bauamts. Die bestehende Aischbrücke wird dann aber mit einem Provisorium versehen, so dass sie während der Bauphase trotzdem die meiste Zeit offen bleiben kann und längere Umleitungen tatsächlich nur partiell nötig werden – vor allem für die Anfangsarbeiten und wenn die Straße an das neue Bauwerk nahe dem ehemaligen Gutenstettener Bahnhof und der B470 angeschlossen wird.

Schwierige Verhältnisse direkt am Fluss

Verzögert hatte sich das Projekt zuletzt wegen der schwierigen Bodenverhältnisse. Das Areal ist Hochwassergebiet der Aisch und vom Boden her sehr feucht und schlammig. Damit Brücke, Radweg und Straße nicht absacken, setzt die Ansbacher Behörde auf Rüttelstopfsäulen – so werde die Tragfähigkeit des Baugrunds erhöht, betont Brückenfachmann Michael Schätzl. Auch wegen dieses Aufwands waren die Kosten ordentlich in die Höhe geschnellt. In ersten Entwürfen war noch von über vier Millionen Euro die Rede, in der aktualisierten Kostenberechnung stehen nunmehr Zahlen von rund 8,5 Millionen Euro unter dem Strich.

Aber nicht nur von der Kostengröße, sondern auch von der Bauzeit darf man getrost von einem Großprojekt sprechen. Denn die schätzt Schätzl auf rund zwei Jahre – mit allem drum und dran: Neubau sowie Anbindung der Straße und des Radwegs. Im Gutenstettener Rat wartet man schon länger geduldig auf den Baubeginn. Jetzt aber herrscht Gewissheit: Nur noch rund 100 Mal schlafen, dann startet der Aischbrücken-Bau in Gutenstettens Süden.

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