Brettspielspaß um eine Burg am Hesselberg | FLZ.de

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Veröffentlicht am 26.10.2024 07:00

Brettspielspaß um eine Burg am Hesselberg

Am Originalschauplatz am Schlössleinsbuck, dem ehemaligen Standort der Burg vom „schwarzen“ Conrad, präsentieren Stefan Hofecker (links) und René Urban ihr Brettspiel rund um den Raubritter. (Foto: Peter Tippl)
Am Originalschauplatz am Schlössleinsbuck, dem ehemaligen Standort der Burg vom „schwarzen“ Conrad, präsentieren Stefan Hofecker (links) und René Urban ihr Brettspiel rund um den Raubritter. (Foto: Peter Tippl)
Am Originalschauplatz am Schlössleinsbuck, dem ehemaligen Standort der Burg vom „schwarzen“ Conrad, präsentieren Stefan Hofecker (links) und René Urban ihr Brettspiel rund um den Raubritter. (Foto: Peter Tippl)

René Urban und Stefan Hofecker erwecken den „schwarzen“ Conrad von Lentersheim – der Raubritter lebte vor rund 800 Jahren auf einer Burg am Schlössleinsbuck am Hesselberg – zu neuem Leben. Und zwar mit einem Brettspiel.

René Urban und Stefan Hofecker kennen sich seit ihrer Jugendzeit in Dorfkemmathen und sind in der Hesselbergregion tief verwurzelt. Urban lebt in Obermichelbach und Hofecker in Dinkelsbühl.

Spiel mit regionalem Bezug

Urban widmet sich mit einer eigenen Agentur unterschiedlichsten Projekten in der Region und ist dabei oft auf dem und rund um den Hesselberg unterwegs. Dabei kam er auf die Idee zu einem Brettspiel mit regionalem Bezug. Bei seinem Freund Stefan Hofecker, der als Planer in einer Firma für elektronische Bauteile in Sinbronn tätig ist, stieß er auf offene Ohren, denn in dessen Familie wird viel und gerne gespielt. Etwa 200 Brettspiele hat Hofecker zu Hause und regelmäßig finden Spieleabende statt.

Ein Eintrag im Familienstammbuch

Mit einer einfachen Skizze fing vor einem Jahr alles an. Daraus entwickelten Urban und Hofecker das Brettspiel rund um den „schwarzen“ Conrad. Die beiden beziehen sich auf einen Eintrag im Familienstammbuch der Herren von Lentersheim: Der Raubritter kehrte im Jahr 1246 von einem Feldzug zurück und fand seine Burg zerstört vor. Hier setzt das Spiel ein.

Mit unterschiedlichen Rohstoffen aus der Region sollen die Spielerinnen und Spieler eine neue Burg errichten. Allerdings müssen sie sich dabei vor dem „schwarzen“ Conrad in Acht nehmen, der sie daran hindern will, sein Erbe anzutreten. Auf dem Spielplan ist die Silhouette des Hesselbergs abgebildet. Alle Wege, die die Spielerinnen und Spieler gehen, sind so auch heute als Wanderwege auf dem Berg zu finden.

Spielsteine aus natürlichem Material

Schachtel und Spielplan wurden in Bechhofen angefertigt, die Spielanleitung wurde in Dinkelsbühl gedruckt und der Spieldesigner kommt aus Leutershausen. Bei allen verwendeten Materialien setzten die Verantwortlichen auf Nachhaltigkeit. So wurden beispielsweise die Spielsteine aus natürlichem und recyceltem Material hergestellt. Diese regionale Ausrichtung brachte Urban und Hofecker eine Förderung über die ILE-Region Hesselberg-Limes ein und die Produktion konnte starten.

In einer Auflage von 800 Exemplaren wurde das Brettspiel um den „schwarzen“ Conrad hergestellt. Ein Euro des Kaufpreises wird für ein soziales Projekt gespendet. Das Spiel sei als klassisches Familienspiel gedacht und habe den Praxistest in ihren Familien bereits mit Bravour bestanden, erzählten Urban und Hofecker bei einem Gespräch am Schlössleinsbuck.

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