Oberbürgermeister Dr. Markus Naser hatte es in seiner Wahlveranstaltung im Ochsen schon angekündigt: Die Stadt hat eine Förderzusage des Bundes über knapp 1,5 Millionen Euro für den Glasfaserausbau in der Altstadt erhalten. Jetzt hat die Stadt eine offizielle Mitteilung verschickt.
Im Rahmen der Gigabitförderung des Bundes hat Rothenburg einen vorläufigen Zuwendungsbescheid erhalten und damit Planungssicherheit für die nächsten Schritte im Förderverfahren gewonnen, heißt es. Grundlage ist die Gigabit-Richtlinie 2.0 des Bundes. Der Stadtrat hatte bereits in seiner Sitzung am 26. September 2024 beschlossen, sich auch an künftigen Förderaufrufen zu beteiligen, sofern für den vorherigen Aufruf keine Bewilligung erfolgt, ist weiter zu lesen.
Zur Vorbereitung des Förderantrags führte die Stadt laut Mitteilung im vergangenen Jahr einen Branchendialog mit dem Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Ansbach sowie ein Markterkundungsverfahren durch. In letzterem wurden über zwei Monate Netzbetreiber über ihre bestehenden Bandbreiten sowie Planungen für einen eigenwirtschaftlichen Ausbau im Stadtgebiet befragt. Parallel dazu wurden Möglichkeiten einer interkommunalen Zusammenarbeit geprüft.
Auf Basis dieser Ergebnisse reichte die Stadt laut der Erklärung am 10. September 2025 einen Förderantrag ein und hat nun eine vorläufige Förderzusage erhalten. Die vorläufigen Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 2,93 Millionen Euro. Der Bund beteiligt sich mit einem Fördersatz von 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Der Freistaat Bayern wird diese Förderung voraussichtlich auf insgesamt 90 Prozent aufstocken. Hierfür ist nach Festlegung des Ausbaugebietes ein gesonderter Antrag erforderlich.
Die Umsetzung des Projektes kann erst nach Erhalt dieses zweiten Förderbescheids erfolgen, heißt es. Der verbleibende Eigenanteil der Stadt würde dann zehn Prozent der förderfähigen Kosten betragen. Die entsprechenden Mittel von Bund und Land sowie die erforderlichen Ausgaben seien im städtischen Haushalt bereits berücksichtigt. In den kommenden Monaten werde die Stadt gemeinsam mit dem begleitenden Beratungsbüro die Unterlagen für den endgültigen Zuwendungsbescheid erstellen sowie die erforderliche Ausschreibung vorbereiten und durchführen.
Auf Grundlage der kalkulierten Infrastrukturkosten werde dabei auch das konkret förderfähige Ausbaugebiet festgelegt. Dieses sowie alle weiteren relevanten Informationen würden dem Stadtrat zu gegebener Zeit vorgestellt und zur Beschlussfassung vorgelegt, heißt es in dem Statement. Oberbürgermeister Dr. Naser freut sich demnach über die Zusage und erklärt: „Mit dem Gigabitausbau stärkt die Stadt Rothenburg ob der Tauber nachhaltig ihre digitale Infrastruktur und schafft eine wichtige Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung, modernes Arbeiten und hohe Lebensqualität”.