Brandstiftung bei Fest in Rothenburg: Betroffene schockiert | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 04.09.2023 16:41

Brandstiftung bei Fest in Rothenburg: Betroffene schockiert

Auf dem Festplatz der Reichsstadtage hatten wieder zahlreiche Historiengruppen ihr Lager aufgeschlagen. Das von dem Feuer betroffene Zelt gehört der Ritterschar 1274. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. (Foto: Anna Beigel)
Auf dem Festplatz der Reichsstadtage hatten wieder zahlreiche Historiengruppen ihr Lager aufgeschlagen. Das von dem Feuer betroffene Zelt gehört der Ritterschar 1274. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. (Foto: Anna Beigel)
Auf dem Festplatz der Reichsstadtage hatten wieder zahlreiche Historiengruppen ihr Lager aufgeschlagen. Das von dem Feuer betroffene Zelt gehört der Ritterschar 1274. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. (Foto: Anna Beigel)

Die Reichsstadttage leben vom Engagement vieler Historiengruppen. Für die Aktiven bedeutet die Teilnahme aber nicht nur Arbeit. Sie wollen auch ungetrübt genießen. Den Mitgliedern der Ritterschar 1274 war das diesmal nicht möglich, denn in der Nacht zum Samstag brannte, wie erst gestern mitgeteilt wurde, eines ihrer Zelte. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Die Umstände des Vorfalls sind noch nicht geklärt. Es laufen kriminalpolizeiliche Untersuchungen. Ausgegangen wird aktuell von Brandstiftung. Verübt wurde die Tat laut Bericht der Polizeiinspektion am Samstagmorgen gegen 1.40 Uhr.

Das betroffene Baumwollzelt, das auf der Festwiese stand, diente Aktiven der Ritterschar 1274 auch als Übernachtungslager, weshalb den drei Personen, die dort laut Polizei zum Zeitpunkt des Feuers schliefen, erhebliche Gefahr gedroht hätte, wenn nicht ein Hund, der sich im Zelt aufhielt, angeschlagen hätte.

Die Polizei bittet um Hinweise

Das Feuer konnte daraufhin zügig gelöscht werden. Es entstand lediglich Sachschaden, den der Verein auf rund 600 Euro taxierte. Um herausfinden zu können, wer für den Brand verantwortlich ist, hofft die Polizei auf sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 09861/9710.

Eine zügige Aufklärung wünschen sich auch die Mitglieder der Ritterschar 1274. Der Vorfall sei natürlich für alle eine schlimme Erfahrung gewesen, erklärte gestern auf Anfrage der Redaktion Stefan Reinhard, Vorsitzender der Historiengruppe. Fahrlässigkeit, etwa im Umgang mit dem Lagerfeuer, scheide als Ursache aus, betonte Reinhard weiter. „Wir machen das nicht zum ersten Mal und haben brandtechnisch erfahrene Mitglieder in unseren Reihen, darunter auch Feuerwehr-Leute.“

Das könnte Sie auch interessieren
Einbruch in Schlauersbach: Ehepaar begegnet Dieben im eigenen HausKollision nahe Hesselberg: Autofahrerin übersieht Rennradfahrer gleich zweimalZweistündiger Feuerwehreinsatz bei Markt Nordheim: Strohhaufen stand in FlammenDrei Verletzte bei Gerangel: Ladendieb wird im Ansbacher Brücken-Center renitentRattengift in Oberscheinfeld in fremden Garten geworfen: Störten bellende Hunde?„Bankraub” in Herrieden: Unbekannte möblieren heimlich den Sportplatz um19-Jähriger stürzt in Ansbach von Pedelec, weil er einem Hasen ausweichen wollteMotorräder unter der Lupe: Polizei nimmt Biker an der B25 in den BlickFeuer in Waldstück im Ansbacher Westen: Polizei geht von Brandstiftung ausAuto überschlägt sich nach Crash: Unfall führt zu Totalsperrung der A6 bei AurachZwei Knochenbrüche nach Stürzen auf Radweg bei Leutershausen am gleichen TagDrei tote Rehkitze bei Windsbach: Polizei ermittelt gegen LandwirtBeziehungsstreit in Ansbach: Heckscheibe eingeschlagen, Fahrerin unter DrogenSchlägerei im Uffenheimer Freibad: Zwölfjähriger kurz bewusstlosFriedliches Pfingstwochenende: Polizei Dinkelsbühl zieht positive Bilanz

Jeder der rund 50 Angehörigen der Gruppe habe überdies einen engen Bezug zu den verwendeten Kostümen und Requisiten – einschließlich der Zelte. Die Aktiven seien seriöse Darsteller und gingen auch entsprechend verantwortungsbewusst mit dem Thema Alkohol um, so Reinhard weiter. Es bleibe deshalb für ihn als Ursache nur Brandstiftung. So sehe das auch die Polizei.

Erleichterung, dass niemand verletzt wurde

Leider werde der Vorfall vermutlich nicht ohne Konsequenzen bleiben können. Unter Umständen müsse über eine strengere Bewachung des Festplatzes durch Sicherheitspersonal nachgedacht werden. Dafür sei es aber noch zu früh.

Einstweilen herrsche im Verein vor allem Erleichterung darüber, dass bei dem Brand niemand verletzt worden sei: „Ich bin unglaublich froh, dass das glimpflich ausgegangen ist. Wir hatten da wirklich großes Glück“, erklärte der Chef der Gruppe weiter. Und trotz des Schocks habe das Feuer den Aktiven die Festtage auch nicht komplett vermiest, so Reinhard: „Dank des guten Wetters und der großen Besucherzahl bleiben auch viele positive Erinnerungen.“

north