Bei einem Feuer in der ostkongolesischen Stadt Bukavu sind nach Behördenangaben mindestens 26 Schülerinnen und Schüler ums Leben gekommen. Das ganze Ausmaß der Brandkatastrophe ist noch nicht abzuschätzen.
„Wir glauben, dass es mehr als 15 Tote gibt“, sagte der Gouverneur der Provinz Süd-Kivu, deren Hauptstadt Bukavu ist, zunächst. Später sprach er von 26 toten Kindern. Insgesamt 29 Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt, acht von ihnen schwer.
Die Ursache des Feuers, das zwei Grundschulen und etwa 300 Wohnhäuser zerstörte, war zunächst unklar. Das Gebiet des Brandes war dicht bebaut. Bilder vom Unglücksort zeigten völlig zerstörte Wellblechhütten, auch Holz wurde nach Angaben von Anwohnern als Baumaterial verwendet.
„Die Kinder erstickten oder kamen bei einer Massenflucht ums Leben“, sagte Justin Muganda, der neben einer der betroffenen Schulen wohnt. Er habe zwei schwer verletzte Kinder auf seinem Motorrad zu einem Krankenhaus gebracht, das aber bereits überfüllt mit Unglücksopfern gewesen sei. Auf dem Weg in ein anderes Krankenhaus seien die Kinder gestorben.
Das Bildungsministerium in Kinshasa teilte mit, die Ursache des Feuers müsse noch untersucht werden. Nach Angaben des Ministeriums gab es in Bukavu zuletzt eine Serie von Bränden, von denen mehrfach auch Schulen betroffen waren.
Die Regierung des zentralafrikanischen Landes hat keine Kontrolle über Bukavu. Die Provinzhauptstadt wurde im Februar 2025 von der Rebellenmiliz M23 erobert, die dort eine eigene Verwaltung aufbaute.
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