Bob-Anschieber Felix Straub aus Ansbach kämpft mit dem Bügel | FLZ.de

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Veröffentlicht am 11.01.2026 16:43

Bob-Anschieber Felix Straub aus Ansbach kämpft mit dem Bügel

Der Ansbacher Anschieber Felix Straub konnte das Missgeschick nicht sofort ausbügeln.  (Foto: BSD/Arvid Kaffke)
Der Ansbacher Anschieber Felix Straub konnte das Missgeschick nicht sofort ausbügeln. (Foto: BSD/Arvid Kaffke)
Der Ansbacher Anschieber Felix Straub konnte das Missgeschick nicht sofort ausbügeln. (Foto: BSD/Arvid Kaffke)

Das Rennen in St. Moritz war die große Chance für Anschieber Felix Straub aus Ansbach, die Titelsammlung zu erweitern. Weltcup und Europameisterschaft im Bob-Vierer wurden gleichzeitig ausgetragen. Doch nicht einmal das Podest war in Reichweite.

Die Truppe um Pilot Francesco Friedrich und den Anschiebern Matthias Sommer, Alexander Schüller und eben Straub belegte in der Schweiz nur den enttäuschenden sechsten Platz. Grund war der verpatzte erste Lauf, der die favorisierte Mannschaft um den Rekordweltmeister bis auf Platz 14 zurückwarf.

Bügel klemmt nach Kollision

Nach einer leichten Kollision mit der Bande verklemmte sich kurz nach dem Start einer der Anschubbügel und ließ sich nicht einklappen. Straub hämmerte zwar geistesgegenwärtig auf das Teil ein, das sich aber zunächst nicht bewegte. So rauschte der Bob mit ausgefahrenem Bügel durch die ersten Kurven, bis er sich im unteren Teil der Strecke dann doch einklappen ließ.

Friedrich nahm den Patzer, der viel Zeit kostete, auf seine Kappe: „Es war kein Pech, sondern ein Fehler von mir. Ich bin ein bisschen zu weit gerannt, dadurch konnten die Jungs nicht rechtzeitig einsteigen”, sagte er am ARD-Mikrofon. Straub meinte, er habe „wie ein Löwe” mit dem Bügel gekämpft.

Felix Straub will im Februar 2026 Olympia-Gold gewinnen. (Foto: Evi Lemberger)
Felix Straub will im Februar 2026 Olympia-Gold gewinnen. (Foto: Evi Lemberger)

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Die Anschieber hatten sich nichts vorzuwerfen. In beiden Läufen schafften sie Startbestzeit. Mit einer furiosen Fahrt machte Friedrich im zweiten Lauf einige Plätze gut, fuhr Bahnrekord, der aber wenig später von Sieger Adam Ammour und seiner Crew nochmals verbessert wurde. Der neue Europameister, dessen Vater aus Algerien stammt, distanzierte den Zweitplatzierten Johannes Lochner im dritten deutschen Bob um 0,07 Sekunden und lag 0,68 Sekunden vor Friedrich.

US-Schlitten nur mit einem Mann unterwegs

Der eingeklemmte Bügel war nicht das erste Missgeschick der Friedrich-Truppe im Olympiawinter. Beim Weltcup in Lillehammer fand Anschieber Alexander Schaller nicht rechtzeitig in den Bob.

Und es war nicht größte Missgeschick in St. Moritz. Pilot Kristopher Horn im USA-Schlitten verlor am Start alle drei Anschieber und bretterte mit viel zu wenig Gewicht und ohne Bremser zu Tal. Im Zielbereich rutschte er nach hinten und stoppte sein Gefährt selbst.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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