In die leeren Verkaufsräume der ehemaligen Metzgerei Eberhardt in der Hauptstraße soll wieder Leben einkehren. Nicole Lutter aus Herrieden will dort eine Mischung aus Bistro und Kiosk eröffnen. Ihr Konzept stellte sie in der Gemeinderatssitzung vor.
Die Gemeinde hat das Gebäude von der Familie Eberhardt gepachtet, aktuell wird in den Küchenräumen das Essen für das Kinderbildungszentrum und die Schule zubereitet. Das bleibt auch nach wie vor so, hieß es. Der leer stehende Teil der Räumlichkeiten soll nun weitervermietet werden.
Nicole Lutter wurde in der Systemgastronomie ausgebildet, ist aktuell in der gastronomischen Versorgung einer Schule tätig und arbeitet nebenbei in einem Lottoladen. In Sachsen will sie nun ein Konzept verwirklichen, das diese Dinge miteinander vereint. „Ich glaube, dass die Gemeinde einen Mehrwert davon hätte”, meinte sie.
Lutters Idee ist bodenständig. „Es wird kein Schicki-Micki-Laden”, betonte sie. Zum einen will sie einen Mittagstisch mit heißer Theke und ein kleines Bistro-Angebot offerieren. Die Speisen können mitgenommen oder vor Ort verzehrt werden, wenn jemand nicht allein daheim essen möchte. So soll auch eine kleine „Begegnungsstätte für die Gemeinde” entstehen, die nach aktuellem Plan von 6 Uhr bis 19 Uhr geöffnet haben soll, samstags von 7 bis 14 Uhr. Zum anderen plant die Herriederin, die Poststelle zu übernehmen und durch einen Lottoladen zu ergänzen. Den oberen Raum will sie für Tagungen oder kleine Familienfeiern zur Verfügung stellen.
Im Gemeinderat stieß die Idee auf positive Resonanz, vor allem, weil dadurch ein Leerstand beseitigt wird. Außerdem sei es derzeit, abgesehen vom Supermarkt, eher schwierig, mittags in Sachsen eine Kleinigkeit zu essen zu bekommen, insofern schließe das Angebot eine Lücke. Einen Zeitpunkt für die Eröffnung gibt es noch nicht. Nach der Vorstellung im Gremium will man nun in die intensive Planung und Ausarbeitung einsteigen, teilte Bürgermeister Bernd Meyer auf FLZ-Nachfrage mit.