In der Segelflug-Bundesliga setzten die Temperaturen am vergangenen Wochenende körperliche Fitness der Segelflieger voraus. Die Piloten des Aeroclub Ansbach trotzten den schweren Bedingungen und gingen auf Punktejagd.
Bei geschlossener Cockpithaube werden im Innenraum vor dem Start schnell um die 50 Grad erreicht. Erst wenn das Flugzeug in der Luft ist, gelangt durch eine kleine Düse Frischluft ins Cockpit. Nur wer auf seine körperliche Fitness achtet, steht einen mehrstündigen Flug unter solchen Extrembedingungen durch.
Die Thermik ist in dieser extremen Warmluft nur schwach ausgeprägt, wodurch nur langsame Flüge möglich sind. Am Sonntag konnten Flughöhen bis zu 3000 Meter erreicht und Strecken bis Stuttgart und Kitzingen geflogen werden. Für Ansbach flogen Dr. Wolfgang Müller mit Copilot Klaus Kamps am schnellsten, Dr. Thomas Kuhn und Friedrich Wagner punkteten ebenfalls.
Die südbayerischen Vereine in den Alpen konnten die geografische Lage und stärkere Thermik allerdings besser nutzen und ließen den Aeroclub trotz starker Leistung mit dem 18. Rundenplatz auf Gesamtrang 21 abrutschen.