Biomethan für mehr als 600 Haushalte | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.09.2024 17:28

Biomethan für mehr als 600 Haushalte

Der bayerische Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger (links) übergab den Zuwendungsbescheid für 40 Prozent der Investitionssumme an Entro-Geschäftsführer Andreas Bühler und seine Frau Judith Adler. (Foto: StMWi/Aaron Gottardi)
Der bayerische Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger (links) übergab den Zuwendungsbescheid für 40 Prozent der Investitionssumme an Entro-Geschäftsführer Andreas Bühler und seine Frau Judith Adler. (Foto: StMWi/Aaron Gottardi)
Der bayerische Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger (links) übergab den Zuwendungsbescheid für 40 Prozent der Investitionssumme an Entro-Geschäftsführer Andreas Bühler und seine Frau Judith Adler. (Foto: StMWi/Aaron Gottardi)

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger hat die erste Förderurkunde aus dem neuen Förderprogramm BioMeth Bayern des Wirtschaftsministeriums überreicht. Die Firma Entro GmbH aus Schnelldorf im Landkreis Ansbach will ihre Biogasanlage in eine Aufbereitungsanlage umrüsten.

Dafür erhält das Unternehmen laut einer Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums einen Zuwendungsbescheid für 40 Prozent der Investitionssumme. Geschäftsführer Andreas Bühler und seine Frau Judith Adler haben die Förderurkunde in Empfang genommen.

Nutzung im Verkehr ebenfalls denkbar

Minister Aiwanger begrüßt das Vorhaben: „Es freut mich sehr, dass wir heute den ersten Förderbescheid überreichen können. Mit der Anlage in Schnelldorf kann Biogas zu Biomethan aufbereitet und dann direkt ins bestehende Gasnetz eingeleitet werden. Das nutzt Biomasse noch effizienter, schont Ressourcen und erweitert die Möglichkeiten – zum Beispiel mit der Nutzung von Biomethan im Verkehr, als Energiespeicher oder später im Bereich Strom und Wärme.“

Die geplante Biogasaufbereitungsanlage in Schnelldorf soll jährlich 1,26 Millionen Normkubikmeter (Nm³) Biomethan pro Stunde produzieren. Dies entspricht einer Energiemenge von 12 Millionen Kilowattstunden Biomethan pro Jahr, genug für die Versorgung von 630 Haushalten mit Wärme oder den Betrieb von 2425 Pkw. Die Umrüstung spart jährlich rund 2700 Tonnen CO2 ein.

Mit BioMeth Bayern können die Anlagenbetreiber laut der Mitteilung neue Märkte erschließen. Das schaffe eine bessere Zukunftsperspektive für die gesamte Branche, betont Aiwanger. Das Programm umfasst auch die Förderung von Biogasleitungen mit Übergabestationen.

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Förderprogramm seit Beginn dieses Jahres

Die Förderquoten richten sich nach der Größe der Anlagen. Kleine Betriebe erhalten eine 40-prozentige Förderung. Für mittlere und große Betriebe sind Förderungen von 35 und 30 Prozent vorgesehen. Das Programm BioMeth Bayern ist seit Januar in Kraft. Seit April dieses Jahres können Förderanträge eingereicht werden.

Aiwanger fordert vom Bund, sich für die Biogasbranche stark zu machen und das Ausschreibungsvolumen zu erhöhen: „Viele Anlagen kommen jetzt ans Ende ihrer 20-jährigen EEG-Förderung und würden dicht gemacht, wenn sie nicht zeitnah eine Anschlussförderung bekommen. Das trifft vielfach auch Anlagen, die mit ihrer Abwärme Nahwärmenetze von Siedlungen betreiben. Wenn die ihren Strom nicht mehr vernünftig einspeisen können und aufhören, bekommen die Hausbesitzer keine Wärmeversorgung mehr. Der Bund muss jedem Biogaserzeuger eine Perspektive geben.“


Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
Redakteur für Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
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