Mit dem September beginnt stets das Kinderbetreuungsjahr. Die Stadt Ansbach zählt 1852 Kindergarten- und Krippenkinder in den Tagesstätten. Auf der Warteliste stehen nach Angaben der Kommune 94 Mädchen und Jungen. Außerdem berichten die Beteiligten von neuen Baumaßnahmen der Stadt zugunsten des Nachwuchses.
26 Standorte für Tageseinrichtungen bieten die Plätze an, wie Nicole Schermer informiert. Sie ist als Kindertagesstätten-Fachaufsicht beim Amt für Familie und Jugend tätig. Die 1852 Plätze sind „eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr“, wie Anne Ziegler vom Geschäftsbereich Oberbürgermeister hervorhebt. Im Oktober 2023 waren es 1744.
„In 22 Krippengruppen stehen 303 Plätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung“, erklärt Nicole Schermer. Für Zwei- bis Vierjährige bestünden in sieben Kleinkindgruppen dagegen 103 Plätze.
1446 Plätze für Mädchen und Jungen ab drei Jahren seien in 59 Kindergartengruppen vorhanden. „Zusätzlich gibt es 90 Betreuungsplätze in der Kindertagespflege sowie 50 Hortplätze für Grundschulkinder, und in zwei Kindertageseinrichtungen werden ebenfalls 50 Plätze für Grundschulkinder angeboten“, legt Nicole Schermer dar.
Ohne Warteliste geht es zu Beginn des Betreuungsjahrs dennoch nicht. Darauf stehen 31 Kinder ab drei Jahren, wie die Kindertagesstätten-Fachaufsicht erläutert. „Sieben Kinder hiervon haben eine Platzzusage nicht angenommen.“ Ein Teil der verbliebenen Eltern sei auch telefonisch nicht mehr erreichbar und melde sich auch nicht zurück.
Bei den Zweijährigen befinden sich nach Nicole Schermers Worten 30 Mädchen und Jungen auf der Liste, bei den Einjährigen 26. Von diesen beiden Gruppen wollten 18 Familien den Platz erst 2025.
Des Weiteren enthält die Liste sieben Kinder unter einem Jahr, „wovon drei den Betreuungsplatz erst 2025 benötigen“, wie Nicole Schermer deutlich macht.
Bestehen Notfälle, sehe sich die Stadt in der Tagespflege nach Plätzen um. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sei die Lage günstiger, merkt Amtsleiterin Sandra Kilian an. Was die Warteliste betrifft, gab es laut ihren Angaben noch nie eine Klage von Eltern, seitdem ein Rechtsanspruch vorhanden ist.
Nicole Schermer weist auch auf Neuigkeiten bei Einrichtungen hin. In der städtischen Kindertageseinrichtung TIZ-Kids nennt sie eine neue Kindergartengruppe mit 25 Plätzen – in ehemaligen Werkstatträumen im Erdgeschoss des Technologie- und Innovationszentrums (TIZ). Im Frühjahr eröffnet indes in den schon bekannten TIZ-Kids-Räumen gegenüber eine Kleinkindgruppe mit 15 Plätzen, wie sie ankündigt.
Hier residierte früher ein Restaurant. Zunächst ist hier jetzt aber Baustelle. Die ehemaligen Werkstatträume beherbergen damit so lange gleich zwei Kindergarten- und eine Kleinkindgruppe. Künftig sitzen hier dann zwei Kindergartengruppen und in den früheren Räumen des Lokals zwei Kleinkindgruppen. „Wir können bis zu drei Integrationskinder aufnehmen“, statt bisher zwei, sagt Sandra Kilian zu den TIZ-Kids.
An Baukosten dafür sind insgesamt 2,2 Millionen Euro gerechnet, wie der Leiter des Hochbau- und Bauordnungsamts, Dr. Frank Simons, schildert. „Vielleicht bleiben wir drunter, vielleicht ein bisschen drüber.“ Müsste man neu bauen, läge man bei um die vier Millionen Euro. Frank Simons weist auch auf je eine Außenanlage hin.
Vom Montessori-Verein als Träger berichtet Nicole Schermer von einem weiteren Standort in der Stahlstraße mit 25 Kindergartenplätzen nun im September sowie ab Frühjahr mit 15 Kleinkindplätzen.
In Sachen Kindertageseinrichtung Zauberland des Trägers Mütterzentrum informiert sie über eine neue Kleinkindgruppe mit 15 Plätzen jetzt im September. All diese Plätze seien in die 1852 Gesamtplätze eingerechnet. „In der Kindertageseinrichtung Löwenherz wurde eine Kindergartengruppe mit 20 Plätzen aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen geschlossen.“
Sandra Kilian fasst zusammen: „Wir sind insgesamt sehr zufrieden.“ Man könne auch alle Gruppen eröffnen. Vielen anderen Städten indes fehle es am Personal.