Deutschlandweit, so meinte der Bughaslacher Bürgermeister Armin Luther jedenfalls, habe man kaum eine Straße in schlechterem Zustand gefunden als die im Schwarzbachgrund zwischen Burghaslach und Freihaslach. Das ist Vergangenheit.
Gestern Vormittag wurde die vollständig sanierte und breitere Straße schon einmal gefeiert. Da noch ein Kabel der Telekom verlegt werden muss und Restarbeiten nötig sind, verzögert sich die Freigabe allerdings noch bis übernächste Woche. Die Schulbusse fahren aber schon, teilte Niko Schwarz, der Sachgebietsleiter der Tiefbauverwaltung im Landratsamt mit.
Die anwesenden Freihaslacher und Freihaslacherinnen wirkten trotzdem sehr zufrieden. Schließlich war erst im vergangenen April im Staatsministerium die Zusage erfolgt, dass der Freistaat die Mittel für das Bauvorhaben freigibt.
Der damals noch amtierende Landtagsabgeordnete Hans Herold hatte dieses Gespräch mit Bürgermeister Armin Luther und weiteren Vertretern des Gemeinderats möglich gemacht. Für Herold war gestern ebenfalls ein besonderer Termin, stand er doch schon seit einer vollmundigen Ankündigung vor einigen Jahren in Freihaslach im Wort, dass die Straße saniert werden wird. Jetzt konnte er verkünden: „Versprechen gehalten.“
Wie Bürgermeister Armin Luther freute er sich darüber, was sich im Steigerwald mittlerweile alles getan hat. „Früher fühlten wir uns etwas vernachlässigt“, so Luther. Die Burghaslacher hätten ja ihre Autobahn, habe man wohl gedacht. Mittlerweile habe sich aber bei Kreis- und Staatsstraßen einiges getan.
Mit Freude quittierte Herold die jüngste Ankündigung, dass zwischen Seitenbuch (Burghaslach) und der Kreuzung bei Kornhöfstadt (Stadt Scheinfeld) ebenfalls saniert wird. Dann seien die Straßen im Landkreis Neustadt in besserem Zustand als die im Landkreis Kitzingen.
Auch in Freihaslach geht es weiter: Die St2256 wird in drei weiteren Abschnitten ausgebaut, über die Kreisgrenze hinaus bis zur Einmündung in die Staatsstraße 2257.
Landrat Christian von Dobschütz unterstrich, dass Straßen weiterhin Lebensadern auf dem Land sind. „Wenn eine junge Familie nicht gut zur Arbeit kommt, dann fällt schnell die Entscheidung vom Dorf wegzuziehen.“
Dass am Rednerpult auf Initiative von Klaus Imschloß von der Neustädter Straßenmeisterei das Freistaatwappen prangte, aber der Abteilungsleiter des Staatlichen Bauamts Frank Biedermann nur wenige Worte sagte, erklärt sich schnell: Der Freistaat bezahlt zwar, aber der Landkreis übernahm die Planung. Sonst hätte sich die Sanierung noch lange gezogen. „Das können wir jetzt immer so machen“, schlug der Landrat vor.
Die 1,6 Kilometer lange Strecke kostete 1,8 Millionen Euro.