Fußball-Zweitligist Hannover 96 will nach Informationen der „Bild“-Zeitung Sandro Wagner als Nachfolger von Trainer Christian Titz verpflichten. Offen ist noch, wann die Trennung von Titz und die Verpflichtung Wagners offiziell vollzogen werden. Die Entscheidung soll fallen, wenn 96-Hauptgesellschafter und Aufsichtsratschef Martin Kind zugestimmt hat.
Die als Aufstiegskandidat gehandelten Niedersachsen hatten zuvor von den ersten fünf Spielen der Saison nur eines gewonnen. Am Freitag unterlag das Team beim 1. FC Nürnberg mit 1:2. Titz' Vertrag läuft im Juni 2027 aus.
Nachdem einige derzeit vereinslose Trainer wie der ehemalige St.-Pauli-Trainer Alexander Blessin, der frühere Kapitän Steven Cherundolo und der ehemalige Bielefelder Mitch Kniat genannt wurden, fiel nun wohl die Entscheidung zugunsten von Wagner.
Der war Anfang Dezember beim Bundesligisten FC Augsburg beurlaubt worden. Zuvor war der frühere Profi, der unter anderem für den FC Bayern, die TSG Hoffenheim und Werder Bremen spielte, als Co-Trainer unter Julian Nagelsmann bei der deutschen Nationalmannschaft tätig gewesen.
Nach Informationen der Zeitung soll der 38-jährige Wagner bereits am Sonntag im Spiel gegen den VfL Bochum auf der Trainerbank Platz nehmen.
Seit dem Bundesliga-Abstieg 2019 arbeiten die 96er mit großem finanziellem Aufwand an der ersehnten Erstliga-Rückkehr. Der 55 Jahre alte Titz wurde 2025 vom 1. FC Magdeburg verpflichtet und baute in seiner ersten Saison in Hannover eine komplett neue Mannschaft auf.
Für Titz sprach zunächst der attraktive Fußball seines Teams und die statistisch beste Zweitliga-Saison seiner Mannschaft. Trotzdem verspielten die Niedersachsen an den letzten drei Spieltagen den greifbar nahen Aufstieg.
Im Sommer wurde Boldt als neuer Sport-Geschäftsführer vorgestellt. Zwischen ihm und Titz kam es von Beginn an zu Dissonanzen. Streitpunkte waren die Transferpolitik, die Kadergröße und auch die Rolle des neuen Torwarts Pascal Loretz. Boldt holte ihn aus der Schweiz, Titz nahm ihn nach nur einem Spiel aus der Mannschaft.
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