Wenn am Samstag, 15. Juni, der Anpfiff im Xaver-Bertsch-Sportpark ertönt, geht es nicht um Ligapunkte: Ab 16 Uhr tritt ein Ansbacher Team gegen die Traditionsmannschaft des 1. FC Nürnberg bei einem Benefiz-Fußballspiel gegeneinander an. Die Erlöse sollen Kindern und Jugendlichen zugute kommen.
Organisiert wird das Spiel unter dem Motto „Anpfiff fürs Leben“ vom Lions-Club Ansbach und der SpVgg Ansbach. Die Schirmherrschaft übernimmt Oberbürgermeister Thomas Deffner. „Das mache ich sehr gerne“, betonte er im Rahmen eines Pressegesprächs. Einerseits, weil es eine „ganz tolle und wichtige Geschichte mit einem hervorragenden Zweck“ ist. Andererseits ist der OB ein Freund des runden Leders. Sein Herz schlägt für die SpVgg Ansbach und den 1. FC Nürnberg.
„Alles, was wir an diesem Tag erlösen, geben wir zu 100 Prozent weiter“, betonte Lions-Präsident Frank Eckart. Mit dem Geld wolle man Kinder und Jugendliche aus der Stadt und dem Landkreis unterstützen, dass sie in einem Verein Sport machen können. „Sport ist wichtig, viele können ihn aus finanziellen Gründen aber nicht machen“, fasste es Eckart zusammen.
Das Spiel ist das zentrale Element. Doch auch drumherum soll es ein Rahmenprogramm geben. Im Vorfeld ist deshalb ein kleines Einlagespiel der G-Junioren vorgesehen, wie Dr. Jörg Burkhardt vom 1. FC Nürnberg berichtete. Die Mannschaften dafür suche man noch. In der Halbzeit soll es ein kleines Programm mit einer Tanzgruppe geben. Hinzu kommt eine Tombola, bei der man Sachen wie getragene Trikots gewinnen kann, „die es nicht zu kaufen gibt“.
Im Anschluss an die Partie besteht die Möglichkeit, im neuen Fantreff der Spielvereinigung das Spiel der Europameisterschaft zu schauen. Da werden auch die Club-Spieler noch vor Ort sein. „Die fahren nicht sofort nach Hause.“ Die nullneuner unterstützen den Lions-Club gerne, stellen dafür unter anderem das Stadion zur Verfügung, wie Gesamtjugendleiter Andreas Kapp erklärte. „Für uns ist das ein absoluter Höhepunkt in der spielfreien Zeit.“
Bei der Ansbacher Mannschaft handelt es sich um ein Allstar-Team, das aus Spielern aus der Stadt und dem Landkreis besteht. 23 Spieler haben bislang fest zugesagt. Darunter zum Beispiel der ehemalige Regionalligaspieler Jörg Müller, Philip Weingärtner und Jörg Böhmländer. Als Trainer wird Reiner Eisenberger fungieren.
Die Traditionsmannschaft des 1. FC Nürnberg ist gespickt mit klangvollen Namen aus der Vergangenheit. Unter anderem Christian Eigler, Andreas Wolf, Martin Driller, Marek Mintal und Thomas Ziemer sind vertreten. Wer im Juni in Ansbach auflaufen wird, steht aber noch nicht fest. Deshalb will sich Burkhardt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
Nur so viel: Ziemer sei in der Regel immer dabei. „Andreas Wolf habe ich gebeten, dass er antreten muss“, sagte Burkhardt und grinste. Dass vielleicht sogar ein Marek Mintal dabei sein wird, hält er nicht für völlig ausgeschlossen. Garantiert ist ihm zufolge nur, dass immer sieben bis acht Ex-Bundesligaspieler dabei sind.
4999 Menschen würden theoretisch in den Ansbacher Sportpark passen. Ganz so vermessen sind die Organisatoren freilich nicht, hoffen aber natürlich auf möglichst viele Zuschauer. Wenn man das Heimspielniveau der SpVgg Ansbach erreichen würde (1500 bis 2000 Zuschauer), wäre man zufrieden, betonten sie bei dem Pressegespräch.
„Es wird hoffentlich ein schöner Familientag“, sagte Lions-Präsident Eckart. „Jeder Zuschauer, der kommt, bringt das Spendenvolumen nach oben.“
Tickets für das Benefizspiel gibt es ab einem Preis von fünf Euro. Zu kaufen gibt es die Karten unter anderem auf der Internetseite des Lions-Clubsund an der Tageskasse.