In diesem Jahr stehen im Dinkelsbühler Stadtgebiet zwei Brückenbaustellen an, bei denen sich die Verkehrsteilnehmer auf Umleitungen und Beeinträchtigungen einstellen müssen: So wird nicht nur das Bauwerk am Stauferwall erneuert, sondern ab 3. März auch die Brücke an der Reichertsmühle bei Segringen. Sie wird durch eine neue ersetzt.
Die derzeitige Brücke im Staatsstraßenabschnitt zwischen Dinkelsbühl und Wolfertsbronn war im Jahr 1884 errichtet worden und weist mittlerweile erhebliche Schäden auf. Das Bauwerk stehe nicht unter Denkmalschutz, erläuterte Michael Schätzl, Abteilungsleiter am Staatlichen Bauamt. Lediglich der Unterbau stamme noch aus der Ursprungszeit. Damals sei mit Sandsteinen vom gewachsenen Boden aus hochgemauert worden. In den 1950er Jahren wurde dann der damalige Überbau der Brücke, die über einen Ablauf des nebenliegenden Weihers führt, durch eine neue Bodenplatte ersetzt.
Um verkehrstechnische Defizite zu beseitigen, wird der Ersatzneubau um 3,35 Meter breiter. Zudem soll der Kurvenradius in diesem Bereich erweitert werden, was laut dem Staatlichen Bauamt die Sichtweite erhöht und die Linienführung der Staatsstraße harmonischer werden lässt. Die Straße sowie die Entwässerung im Anschluss an das Bauwerk werden auf einer Länge von jeweils etwa 50 Metern an die neue Breite der Brücke angepasst.
Die Stadtwerke Dinkelsbühl haben bereits im Vorfeld verschiedene Versorgungsleitung aus dem Baufeld herausverlegt, damit sie bei den Arbeiten nicht stören.
Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 3. März, und sollen laut dem Staatlichen Bauamt bis Ende September dauern. Während der gesamten Projekt-Zeit wird die Staatsstraße 2220 im betreffenden Bereich komplett gesperrt. Die offizielle Umleitung der Fahrzeuge erfolgt über Wolfertsbronn, Wört und Dürrenstetten. Die Gesamtkosten für die Erneuerung der Brücke bezifferte das Staatliche Bauamt auf etwa 670.000 Euro, die vom Freistaat Bayern getragen werden.