Bei der Kirchweih in Leutershausen bleibt das Bierzelt am Montag zu | FLZ.de

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Veröffentlicht am 04.04.2025 15:02

Bei der Kirchweih in Leutershausen bleibt das Bierzelt am Montag zu

Souverän stach Bürgermeister Markus Liebich im vergangenen Jahr das erste Fass Bier im Festzelt an. Doch der Festwirt zahlte am Ende drauf. Deshalb gibt es heuer ein reduziertes Angebot. (Archivfoto: Alexander Biernoth)
Souverän stach Bürgermeister Markus Liebich im vergangenen Jahr das erste Fass Bier im Festzelt an. Doch der Festwirt zahlte am Ende drauf. Deshalb gibt es heuer ein reduziertes Angebot. (Archivfoto: Alexander Biernoth)
Souverän stach Bürgermeister Markus Liebich im vergangenen Jahr das erste Fass Bier im Festzelt an. Doch der Festwirt zahlte am Ende drauf. Deshalb gibt es heuer ein reduziertes Angebot. (Archivfoto: Alexander Biernoth)

Das Traditionsfest soll nicht sterben: Die Reanimationsversuche für die Kirchweih in Leutershausen, die in den vergangenen Jahren arg kränkelte, dauern an. Heuer wird es zwar wieder ein Festzelt geben – aber am Kirchweihmontag bleibt es zu.

Erst beim jüngsten Faschingsumzug war das Thema Kirchweih aufgegriffen worden: „Das Schlechteste all uns’rer Feste, null Interesse, wenig Gäste“ hieß es da in der Büttenrede von Christina Gurdan-Berndt am Röhrenbrunnen. Im Schul-, Sport- und Kulturausschuss konkretisierte Bürgermeister Markus Liebich die Misere. „Sonntag und Montag war schon sehr mau“, lautete sein Resümee zur Ausgabe 2024. Die jüngere Generation zwischen 18 und 25 sei „so gut wie kaum“ im Festzelt gewesen. Und auch im Jahr davor seien die Besucherzahlen bescheiden gewesen.

Dennoch wolle Festwirt Florian Bögelein der Kirchweih auch heuer noch eine Chance geben. Er wolle die „sehr gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und den Vereinen fortsetzen“, berichtete Liebich von einem Gespräch. Wirtschaftlich bedürfe es aber einer „deutlichen Anpassung der Kostenstruktur und Abläufe“. Denn bislang habe der Festwirt die Veranstaltung „massiv subventioniert“. Der Bürgermeister sprach von einem vierstelligen Minus.

„Motto-Party“ mit DJ statt einer Band

Um den Festzeltbetrieb rentabel zu machen, soll er von vier auf drei Tage reduziert werden, also von Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. September. Am Samstagabend wird statt einer Band ein DJ das Zelt beschallen bei einer „Motto-Party“. Damit wolle man ein jüngeres Publikum ansprechen, so Liebich. Bei den beteiligten Vereinen – dem TVL, der Feuerwehr, dem FC Neunkirchen/Wiedersbach und den Kerwabuam – habe dieser Vorschlag Zustimmung gefunden.

Ansonsten wird sich nicht allzu viel ändern. Kirchweihauftakt ist am Freitag mit Umzug, Baumaufstellen und Bieranstich, abends spielen die „Bayernkracher“. Am Samstag gibt es möglicherweise ein Kirchweih-Café. Der Sonntag beginnt mit einem Gottesdienst im Festzelt, Blasmusik am Vormittag, einem Kirchweihmarkt und eventuell einem verkaufsoffenen Sonntag. Fest geplant sind dem Rathauschef zufolge auch der Einsatz von Zauberer Helmuto, ein Kirchweih-Café der Kita Regenbogen sowie eine Tombola-Verlosung. Den musikalischen Ausklang am Abend bewerkstelligen die „Partykracher“.

Hoffnung auch für das Jahr 2026

Am Montag gibt es dann keinen Zeltbetrieb, aber die anderen Stände und Geschäfte am Festplatz werden öffnen, und im Außenbereich des Bierzeltes sollen Sitzplätze angeboten werden. Für den Nachmittag soll noch ein Anbieter für Getränke und Imbiss gefunden werden. Zudem steht eine Kletterbaumaktion auf dem Programm.

Der Vertrag mit dem Festwirt sei bereits unterschrieben, verkündete Liebich. „Das ist eine angepasstere Kirchweih, aber wir haben eine“, sagte er. „Wir wollen es miteinander probieren und mit diesem Format festigen“ – in der Hoffnung, dass es das Fest auch 2026 wieder geben kann.


Wolfgang Grebenhof
Wolfgang Grebenhof
Redakteur in der Lokalredaktion Ansbach seit 1992. Schwerpunktmäßig zuständig für den Raum Leutershausen. Heimatverbunden und weltoffen, regional verwurzelt und global neugierig.
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