Bei 4,30 Meter sind nur noch Westmittelfranken in den Stabhochsprung-Wettbewerben | FLZ.de

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Veröffentlicht am 20.01.2026 16:56

Bei 4,30 Meter sind nur noch Westmittelfranken in den Stabhochsprung-Wettbewerben

Kraftvoll über 4,30 Meter und zum Meistertitel der U18: Jakob Sand vom TSV Ansbach.  (Foto: Claus Habermann)
Kraftvoll über 4,30 Meter und zum Meistertitel der U18: Jakob Sand vom TSV Ansbach. (Foto: Claus Habermann)
Kraftvoll über 4,30 Meter und zum Meistertitel der U18: Jakob Sand vom TSV Ansbach. (Foto: Claus Habermann)

Beim dritten Tag der Nordbayerischen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Fürth gingen weitere Titel nach Westmittelfranken. Alleine vier gab es im Stabhochsprung.

Als am Ende des langen Wettkampftages die Latte im Stabhochsprung auf 4,30 m gelegt wurde, meisterten noch zwei Springer diese Höhe, beide vom TSV Ansbach. Seine Ausnahmestellung in der U20 in Nordbayern bewies im ersten Versuch Matias Neutzler. Der 18-Jährige überquerte die 4,30 m souverän und setzte sich damit auf Rang 1 der bayerischen Bestenliste.

Emma Lautner segelte in der W15 zum Nordbayerischen Meistertitel im Weitsprung. (Foto: Theo Kiefner)
Emma Lautner segelte in der W15 zum Nordbayerischen Meistertitel im Weitsprung. (Foto: Theo Kiefner)

Ansbacherin Emma Lautner ist Nordbayerns beste Weitspringerin der W15

Auch beim zweiten Teil der Nordbayerischen Hallenmeisterschaften fuhren die Leichtathletik-Talente aus Westmittelfranken gute Ergebnisse ein.

Für Jakob Sand (U18) waren die 4,30 m eine neue Bestleistung. Er musste mit Griffhöhe, Anlauflänge und Ständerabstand erst in Nuancen justieren, um dann im dritten Versuch ein ideales Setup für den persönlichen Rekordsprung zum Titel zu nutzen. Höher als die 4,30 m von Sand ist aktuell erst ein deutscher Stabhochspringer des Jahrgangs 2010 gesprungen. Für Sand und Neutzler wären für die nächste Höhe jeweils härtere Stäbe nötig gewesen. Diese wollen sie dann bei ihren Bayerischen Meisterschaften am 31. Januar in München verwenden.

Bei 4,30 m ebenfalls noch im Wettkampf war der Neustädter Janosch Bimüller (LAC Quelle Fürth). Er scheiterte an seiner aktuellen Bestleistung dreimal, sicherte sich mit im dritten Versuch übersprungenen 4,20 m aber den Titel in der Männer-Konkurrenz.

Ansbacher Duo dominiert Stabhochsprung der W13

Ein Duo aus Ansbach dominierte den Stabhochsprung der Altersklasse W13. Isabel Rollsing und Stella Moll flogen nicht nur in Fürth auf die Ränge 1 und 2, sondern auch in der bayerischen Bestenliste. Die deutsche Bestenliste führt Rollsing (Jahrgang 2013) auf Platz 1 und Moll auf Platz 5. Rollsing egalisierte mit 2,70 m ihren mittelfränkischen W13-Rekord und bestätigte die Kadernorm für 14-Jährige schon ein Jahr im Voraus. Der neu verwendete, härtere Stab eröffnet ihr für die Sommersaison weitere Perspektiven.

Stella Moll steigerte ihre Bestleistung ohne Fehlversuch auf 2,30 m. Die schnelle Sprinterin hat noch viel Potenzial bei mutigeren Griffhöhen und bei der Technik der Lattenüberquerung. Ihr Ziel wird heuer, wie bei Rollsing, die Bayerische Meisterschaft der ein Jahr älteren W14 sein, wo beide im Vorderfeld mitspringen können.

Platz 2 bei den Frauen für Ipsheimerin Carina Kilian

Platz 2 bei den Frauen holte sich im Stabhochsprung Carina Kilian. Für die Sportlerin des TSV Ipsheim ging es fehlerfrei bis auf ihre frisch aufgestellte Hallenbestleistung von 3,30 m. In München wartet bei den Bayerischen am 1. Februar ein ziemlich ausgeglichenes Frauenfeld auf Kilian. Im Kugelstoßen kam sie auf eine Weite von 9,01 m, was für Platz 5 reichte.

Einen 3. Platz im Stabhochsprung holte sich Luca Bassa (M15) vom TSV Ansbach. Er übersprang 2,60 m. Wenn im Sommer wieder auf einer echten Stabhochsprunganlage im Freien trainiert werden kann, will er die bayerische Norm von 2,80 m angreifen.

Zoé Wilzin (TSV Ansbach) verzichtete auf den Stabhochsprung der U18, um sich im Hochsprung und Kugelstoß auf den Hallenmehrkampf vorzubereiten. Das gelang der Sportlerin des TSV Ansbach mit Ergebnissen nahe ihrer Bestleistungen mit 1,50 m (4. Platz) und 8,54 m (11.) recht gut.

Bester Hochspringer aus Neuendettelsau

Der Neuendettelsauer Benedikt Dörr (TSV Zirndorf) sicherte sich mit 1,84 m den Titel im Hochsprung der Männer. Lediglich bei 1,81 m benötigte er zwei Anläufe, die Siegeshöhe bezwang er auf Anhieb. Simon Körber, der zu Jahresbeginn vom TV Leutershausen zu Munich Athletics wechselte, startete außer Konkurrenz und sorgte mit seinen 1,93 m für die beste Hochsprungleistung des Tages.

Marius Metz (TSV Rothenburg) belegte beim Hochsprung der U20 mit 1,70 m den 2. Platz. Nachdem er für die Anfangshöhe von 1,65 m drei Anläufe benötigt hatte, bezwang er die 1,70 m auf Anhieb. Bei 1,75 m, seiner aktuellen persönlichen Bestmarke, fiel die Latte hingegen dreimal.

Mit neuer persönlicher Bestleistung von 7,18 m, fast einen Meter über ihrer alten Marke, belegte Sophie Zieher (TSV Dinkelsbühl) beim Kugelstoß der U20 den 15. Platz. Nicola Rührschneck (TV Leutershausen) fand in der Kugelstoßentscheidung der U18 schwer in ihren Wettkampf. Mit ihren im letzten Durchgang erzielten 10,32 Metern belegte sie im großen 20er-Feld Rang 5.


Von ERICH GRAU UND JÖRG BEHRENDT
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