Bayerns bester Torjäger ist ein 14-jähriger Fußballer aus Wörnitz | FLZ.de

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Veröffentlicht am 15.01.2026 15:20

Bayerns bester Torjäger ist ein 14-jähriger Fußballer aus Wörnitz

Hier beim Training im Trikot des FC Santos, Bayerns bester Torjäger von der SG Wettringen/Insingen/Diebach: Maximilian Hain. (Foto: Klaus Scheder)
Hier beim Training im Trikot des FC Santos, Bayerns bester Torjäger von der SG Wettringen/Insingen/Diebach: Maximilian Hain. (Foto: Klaus Scheder)
Hier beim Training im Trikot des FC Santos, Bayerns bester Torjäger von der SG Wettringen/Insingen/Diebach: Maximilian Hain. (Foto: Klaus Scheder)

Ein Torjäger ist echt was wert. Eine ganze Liste mit torhungrigen Spielern hat zur Winterpause der Bayerische Fußballverband zusammengestellt. Unter den bislang treffsichersten Spielern in verschiedenen Altersklassen bei Jungs und Mädels sind auch ein paar aus Westmittelfranken dabei.

Das geht ganz oben los und da kann nicht einmal Harry Kane mithalten. Der „Bomber des Freistaats” kommt aus Wörnitz und bringt es auf unheimliche 36 Tore in nur fünf Spielen: Maximilian Hain. Der 14-Jährige stürmt für die C-Junioren der SG Wettringen/Insingen/Diebach in der Kreisgruppe 5 und ist offiziell Bayerns erfolgreichster Torschütze der ersten Saisonhälfte.

Nur ein Tor Vorsprung von zwei Seniorenspielern

An der Spitze geht es eng zu. Denn der Schüler ist nur um einen Treffer besser als seine ärgsten Verfolger. Die spielen bei den Männern, heißen Andreas Steuber (ASC Boxdorf) und Alex Kruppa (SV Sulzbach/Donau) und bringen es auf jeweils 35 Tore (in 14 bzw. 17 Spielen).

Der Trainer von Maximilian Hain muss da aber fast ein wenig lachen. Der ist in der Region wahrlich kein Unbekannter, heißt Klaus Scheder und sagt: „Eigentlich hätte er ja schon 50 Tore. Aber da haben Mannschaften leider abgemeldet, ein paar Tore haben sie ihm wieder abgezogen.”

Ein Probetraining bei der SpVgg Ansbach gab es schon

Scheder hat viele Jahre Bezirks- und Kreisligisten trainiert. Mittlerweile hat er ein Talent unter den Fittichen, das nur ein paar Häuser weiter in Wörnitz wohnt. Ein Probetraining bei der SpVgg Ansbach habe er ihm schon vermittelt. „Aber das muss er selber wissen. Wenn er das machen will, soll er das machen”, sagt er über seinen Linksfuß, der für sein Alter relativ groß ist und schon ziemlich gut den Körper einsetzen kann, wie er findet.

Der Trainerdino arbeitet gerne mit seinem Stürmer zusammen. „Er ist ein ruhiger Typ und sticht nicht raus. Er hört gut zu und hat auch eine gute Übersicht. Der ist nicht nur aufs Toreschießen versessen.”

Der Torjäger hat mal als Torhüter angefangen

Der Torjäger selbst erzählt, dass er sich zunächst veräppelt fühlte, als ihm ein Kumpel die Meldung auf der BFV-Internetseite zeigte. „Ich war überrascht, habe mich aber sehr gefreut”, sagt Maximilian Hain. Den Beschreibungen seines Trainers stimmt er gerne zu und erzählt, dass er ursprünglich mal im Tor stand. „Das hat mir nach ein paar Jahren aber nicht mehr gefallen – hinten rumstehen und auf den Ball warten. Da nehme ich lieber vorne aktiv am Spiel teil.”

Seine ersten Schritte hat der Linksfuß mit vier, fünf Jahren beim FC Dombühl gemacht. Wegen der Kumpels sei er dann zur Spielgemeinschaft gewechselt, die auch als SG Wind bekannt ist. Der Papa habe ihn einst für den Fußballsport begeistern können, mittlerweile sei er mit sehr viel Spaß dabei und hat auch ein Vorbild: Cristiano Ronaldo. „Aber nicht nur, weil er gut ist. Seine Denkweise ist für mich vorbildlich. Er will sich immer verbessern und trainiert viel individuell.” Das Ziel des 14-Jährigen für die Rückrunde: weiter verbessern und viele weitere Tore schießen.

Ein A-Junior, der auch schon bei den Männern Tore schießt

Westmittelfranken hat aber noch einen weiteren Spitzentorjäger zu bieten: Gianluca Kalt vom TSV Elpersdorf hat es auf 22 Tore in sieben Spielen gebracht und ist damit der gefährlichste A-Jugendliche des Freistaats, gleichauf mit Lorenz Früchtl (SC Ruhstorf).

Kalt spielt in der U19 für die SG Elpersdorf/Schalkhausen, die in der Kreisgruppe 2 mit 44:8 Toren souverän die Meisterschaft gewann. Die Hälfte der Tore erzielte der 18-Jährige, der zusätzlich auch bei den Männern im Einsatz ist. Für die erste Mannschaft in der Kreisklasse 1 erzielte der Youngster vier weitere Tore, und auch noch eines für die Reserve in der B-Klasse.

Bodenständigkeit kommt gut an

Trotz der Erfolge bleibt er bescheiden: „Es ist natürlich ein Gemeinschaftserfolg, schließlich spielen immer elf Spieler in einer Mannschaft“, betont Kalt. Diese Bodenständigkeit ist es, die ihn bei Mitspielern und Trainern gleichermaßen beliebt macht.

Für seine Jugendtrainer Damian Adamo und Jannik Stephan ist der Stürmer mehr als nur ein Torjäger. „Giani ist ein Antreiber – auf dem Platz und in der Kabine“, sagt Adamo. „Seine lockere, ehrliche und sportliche Art bringt das Team nach vorne. Die Jungs ziehen alle gemeinsam an einem Strang, und da ist man als Trainer natürlich stolz, wenn so ein Team Meister wird – und nebenbei noch so ein Rekord dabei herausspringt.“

Auch torgefährliche Frauen und Juniorinnen aus Westmittelfranken

Auch torgefährliche Fußballerinnen gibt es in der Region. In der BFV-Liste taucht bei den Frauen Natalja Ida auf Platz 8 auf. Sie hat in zehn Spielen für den TSV Brodswinden 18 Treffer in der Bezirksliga erzielt.

Bei den U15-Juniorinnen sind gleich zwei Westmittelfränkinnen dabei. Auf Rang 6 liegt Asret Memet Oglou von der SG Weinberg/Mosbach mit 18 Toren in sechs Spielen. Auf Platz 10 liegt Sophie Kupfer vom FC Heilsbronn mit 16 Buden in ebenfalls sechs Partien.

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