Bayerische Titel im Mehrkampf für die Ansbacher Filip Hofmann und Jakob Sand | FLZ.de

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Veröffentlicht am 03.03.2026 10:50

Bayerische Titel im Mehrkampf für die Ansbacher Filip Hofmann und Jakob Sand

Hakeliger Weg zum Titel: Filip Hofmann (rechts) bleibt mit dem rechten Fuß an der ersten Hürde hängen. In der Mitte Vizemeister Alberto Lafuente Veron. (Foto: Jörg Behrendt)
Hakeliger Weg zum Titel: Filip Hofmann (rechts) bleibt mit dem rechten Fuß an der ersten Hürde hängen. In der Mitte Vizemeister Alberto Lafuente Veron. (Foto: Jörg Behrendt)
Hakeliger Weg zum Titel: Filip Hofmann (rechts) bleibt mit dem rechten Fuß an der ersten Hürde hängen. In der Mitte Vizemeister Alberto Lafuente Veron. (Foto: Jörg Behrendt)

Nach dem Freiluft-Titel in der Vorsaison sicherte sich der Ansbacher Filip Hofmann für seinen neuen Verein TSV Gräfelfing bei den Bayerischen Mehrkampfmeisterschaften in Fürth nunmehr auch den Titel unterm Dach. Nicht der einzige Sieg für Starter aus der Region.

Seine Leistung von 4734 Punkten im Siebenkampf der Männer betrachtet Hofmann jedoch noch als deutlich ausbaufähig. Er erlebte zwei Wettkampftage mit gemischten Gefühlen und hatte aufgrund einer Verletzung zum Jahresbeginn nicht die besten Voraussetzungen.

Der Auftakt war vielversprechend: Über 60 Meter verbesserte Hofmann seine persönliche Bestmarke um drei Hundertstelsekunden auf 7,36 Sekunden. Beim Weitsprung verfehlte er seine Bestmarke nur um zehn Zentimeter und baute seinen Vorsprung mit der Tagesbestweite von 6,71 Metern weiter aus. Mit der Kugel blieb er mit seinen 13,60 Metern nur um elf Zentimeter unter seiner Bestleistung. Mit drei Disziplinsiegen lag Hofmann deutlich in Führung.

Hofmann gewinnt auch mit dem Team

Den ersten Dämpfer gab es beim Hochsprung, seiner früheren Spezialdisziplin. Seine Anfangshöhe von 1,75 Meter bezwang er auf Anhieb, für die 1,78 Meter waren drei Anläufe erforderlich. Die 60 Meter Hürden brachte er in 8,68 Sekunden hinter sich. Beim Stabhochsprung hatte Hofmann mit 3,70 Metern seinen einzigen gültigen Versuch. Über die abschließenden 1000 Meter kämpfte sich Hofmann in 3:10,84 Minuten durch und verteidigte 200 Punkte Vorsprung auf seinen Teamkollegen Alberto Lafuente Veron. Neben dem Einzelsieg gab es für Hofmann eine zweite Goldmedaille für den Mannschaftstitel mit dem TSV Gräfeling.

Großartige Bestmarke im Siebenkampf

Jakob Sand holte den Titel in der U18. Der Athlet des TSV Ansbach steigerte sich im Siebenkampf auf großartige 4939 Punkte. Nur ein Sportler seines Jahrgangs 2010 hat heuer in Deutschland schon ein paar Punkte mehr gesammelt. Herausragend waren die Sprint-Bestleistungen des 15-Jährigen: 60 Meter in 7,20 Sekunden und die 60 Meter Hürden in 8,24 Sekunden.

Groß war die Freude des Bundeskaderathleten über 1,73 Meter im Hochsprung. 12,45 Meter mit der 5-Kilo-Kugel sind mit stabilerer Drehstoßtechnik noch ausbaufähig. 6,24 Meter im Weitsprung und 2:56,14 Minuten über 1000 Meter brachten weitere wertvolle Zähler, ebenso 4,15 Meter im Stabhochsprung.

Trumpp wählt Straßenlaufschuhe

Der Feuchtwanger Leo Trumpp (TSV Gräfelfing) belegte in dieser Altersklasse Rang fünf mit 3867 Punkten. In seiner Spezialdisziplin Stabhochsprung wurde Trumpp zum Alleinunterhalter und sorgte mit 4,65 Metern für die beste Höhe. Auch beim Hochsprung lief es gut. Mit 1,76 Metern distanzierte er sogar Titelträger Jakob Sand um drei Zentimeter. Im Hürdensprint (9,44 sec) und über 60 Meter (7,72 sec) verbesserte er sich ebenso wie im Weitsprung, wo er mit 6,01 Metern erstmals die 6-Meter-Marke knackte. Beim Kugelstoß verbesserte er sich auf 11,66 Meter.

Die abschließenden 1000 Meter lief Trumpp statt in Spikes mit Straßenlaufschuhen. Keine gute Idee, denn da das von ihm gewählte Modell für Bahnwettkämpfe nicht zugelassen ist, wurde er disqualifiziert. Ein kleiner Trost war der Mannschaftstitel für das Trio des TSV Gräfelfing.

Allzeithoch durch Matias Neutzler

4,60 Meter mit dem Stab waren die hervorstechende Leistung von Matias Neutzler (TSV Ansbach) in seinem U20-Siebenkampf. Noch nie war ein Stabhochspringer aus einem westmittelfränkischen Verein, egal in welcher Altersklasse, so hoch geflogen. In der Gesamtwertung kam Neutzler mit 4704 Punkten auf Platz vier. Viele Punkte ergaben 7,44 Sekunden über 60 Meter und die Bestleistung über 60 Meter Hürden (9,08 sec). Er brachte auch Weitsprung (6,45 m), Hochsprung (1,76 m) und Kugelstoßen (6 kg, 10,82 m) sehr ordentlich hinter sich.

Über die 1000 Meter war direkt nach 13 anstrengenden Sprüngen mit dem Stab und einer deshalb sehr viel kürzeren Erholungspause als die Konkurrenten keine Attacke auf die Medaillen mehr möglich (3:02,53 min).

Zoé Wilzin Fünfte in der U18

Zoé Wilzin vom TSV Ansbach belegte im Fünfkampf der U18 Rang fünf unter 23 Teilnehmerinnen. 2950 Punkte waren eine persönliche Bestleistung. 60 Meter Hürden in 9,28 Sekunden ergaben ordentlich Punkte und 5,32 Meter im Weitsprung bedeuteten eine Steigerung um 20 Zentimeter. 9,20 Meter mit der 3-Kilo-Kugel, der Hochsprung (1,48 m) und 2:59,10 min über 800 Meter lassen noch Spielraum für die Freiluftsaison.


Von Jörg Behrendt und Erich Grau
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